Alte Posthalterei statt Nirwana

„Faszination Licht“: Syker André Ahrens stellt Fotos im Café aus

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Ein Foto, vier Elemente: André Ahrens hat Feuer, Wasser, Luft und Erde in einer Aufnahme vereinigt. Der Syker stellt seine Fotos im Café Alte Posthalterei aus. 

Syke - Von Frank Jaursch. Auf dem schwarzen T-Shirt von André Ahrens steht ein schlichtes *klick*: Das Auslösegeräusch seiner Kamera hat den 28-jährigen Syker durch die vergangenen Jahre begleitet. Nun beschert sein Hobby, außergewöhnliche Momente für die Ewigkeit festzuhalten, den Besuchern des Cafés Alte Posthalterei ein paar hochinteressante Einblicke.

Seit wenigen Tagen hängen 21 Fotografien von Ahrens an den Wänden des Cafés und des benachbarten Spiekers. „Faszination Licht“ hat er seine Ausstellung betitelt.

In seinen Aufnahmen spielt er mit den unterschiedlichsten Varianten des Lichtes. Das Morgenrot am Leerßer Berg mag noch dem Idyll der Landschaftsfotografie genügen. Bei dem großen Ölfleck, der auf dem Asphalt einen schillernden Ring aus allen Regenbogenfarben gebildet hat, geht es schon ein bisschen komplexer zu. Erstaunlich sind auch die spektakulären Farbspiele, die in den Wassertropfen auf einer CD entstehen – und im großformatigen Abzug erst richtig zur Geltung kommen.

Auf nachträgliche Bearbeitung seiner Bilder verzichtet Ahrens weitgehend. „Ich will meine Fotos nicht erst mit Photoshop zum Leben erwecken“, sagt er. Muss er auch nicht: In den Fotografien herrscht schon auf den ersten Blick eine fühlbare Dynamik. Die ins Wasser fallende Zitrone ist noch ein recht dankbares Objekt fürs richtige Timing. Schwieriger wird es schon bei der Versuchsanordnung „Projektil trifft Glühlampe“ oder bei der Fotoserie, die das Abbrennen eines Glühfadens dokumentiert.

„Nicht im Datennirwana verschwinden zu lassen“

Die Ausstellung in Syke ist die erste überhaupt von André Ahrens. Schon lange sind seine Bilder im Internet zu betrachten. Freunde hätten ihn schon länger aufgefordert, seine Werke „nicht im Datennirwana verschwinden zu lassen“, wie er lächelnd erzählt. Kurzerhand schrieb er an den Verein Rund ums Syker Rathaus – und bekam im Dezember positive Rückmeldung. „Das war ein nettes Weihnachtsgeschenk.“

Der 28-Jährige ist ein Syker Kind: Aufgewachsen am Hohen Berg, studierte er Elektrotechnik in Hannover, wo er noch heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität tätig ist.

Zu fast jedem der 29 Fotos kann er eine Geschichte erzählen. Eine gute Gelegenheit, ihm zuzuhören, bietet sich am kommenden Sonnabend: Um 18 Uhr wird er zur Ausstellungseröffnung im Café Alte Posthalterei sein. Anschließend wird die Ausstellung bis zum 12. November zu sehen sein.

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