Für Umbaumaßnahmen

Stadt investiert 200.000 Euro in Kindergarten Wachendorf

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Probierten am Mittwoch mal die Spielangebote im neuen Bewegungsraum aus: Janica Tietjen, Christian Gill, Claudia Prößler und Suse Laue (von links).

Wachendorf - Von Detlef Voges. Wo früher das Schlafzimmer von Schulleiter Hubert Schulten war und später der Bürgerverein sein Büro hatte, ist jetzt der neue Bewegungsraum der Kindertagesstätte Tom Sawyer in Wachendorf.

Überhaupt ist in der Kita im alten Schulgebäude vieles anders als bisher: Moderner, heller, freundlicher. 200 000 Euro hat sich die Stadt die Umbaumaßnahmen kosten lassen. Wenn die Kinder heute in die neue Kita-Saison starten, wartet auf die Älteren ein Umzug. Sie müssen nach oben in die erste Etage. Im Erdgeschoss, ihrem bisherigen Domizil, sind künftig die Krippenkinder (1 bis 3 Jahre) zuhause.

Die Kita in Wachendorf ist um eine Krippengruppe mit 15 Plätzen gewachsen. Das war auch der Grund für den Umbau, denn der Gesetzgeber schreibt vor, dass Krippengruppen immer im Parterre angesiedelt sein müssen. Die Kindergartengruppen musste also von ihrem angestammten Platz im Erdgeschoss nach oben ziehen.

Innerhalb von drei Monaten neu gestaltet

Innerhalb von drei Monaten musste die Kita gleichsam neu gestaltet werden. Räume wurden von Grund auf neu konzipiert nach dem Motto: Duschen und Küchen an alter Stelle raus und woanders neu rein, die Höhenniveaus angleichen, neue Räume einrichten, Treppe mit Handläufer für die Kinder in den ersten Stock installieren. 

Es sei ja nicht üblich, im ersten Stock Kita-Räume zu etablieren, so Christian Gill, der im städtischen Bauamt für die Unterhaltung öffentlicher Gebäude zuständig ist. Da die Wachendorfer Kita aber in einer ehemaligen Schule untergebracht sei, würden andere Bedingungen gelten.

Tom Sawyer-Leiterin Janica Tietjen lobte gestern bei der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten besonders die Stadt und die Baufirmen. Die hätten super gearbeitet und das Kita-Personal in die Planung miteinbezogen. Tietjen freute sich über den neuen Krippenbereich mit angrenzendem Schlafzimmer für die Kleinen.

Neuer Bewegungsraum

Entstanden ist in der ersten Etage auch ein großer Bewegungsraum für alle betreuten Kinder im Haus – für den Spielkreis (15 Kinder) und die zwei Kindergartengruppen (zusammen 60 Kinder).

Gill und seine für Kindergärten zuständige Kollegin Claudia Prößler mussten sich schon einiges einfallen lassen, um den Anforderungen zu genügen. Etwa im Dämmungsbereich, weil der Kindergruppenraum in ersten Stock über den Räumen der Kinderkrippe liegt. Oder bei den Türen, die einen Klemmschutz benötigten und teilweise nur schiebend geöffnet werden können. Die Haupttür von der Treppe in die erste Etage schließt bei Rauch automatisch. „Gill hat gezaubert“, sagt Tietjen anerkennend.

Zurzeit 677 Plätze in der Stadt

Die Stadt war im Kita-Sektor sehr umtriebig. Sie bietet zurzeit 677 Plätze in den Kindergartengruppen an, 226 in den Krippen, 165 in den Horten und 42 als ergänzende Betreuung in der Ganztagsgrundschule am Lindhof. Besonders bei den Krippen hat die Stadt in kurzer Zeit 60 neue Plätze geschaffen.

Für Bürgermeisterin Suse Laue eine Antwort auf den zunehmenden Bedarf. „Wir liegen jetzt bei 50 Prozent, steuern aber auf 80 Prozent Belegung hin“, so die Bürgermeisterin. Laue geht davon aus, dass 2018 schon wieder neue Plätze benötigt würden.

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