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Alles neu in Wachendorf: Theatergruppe feiert Premiere

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Von: Frank Jaursch

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Das eigentliche Ziel, Pfunde zu verlieren, rückt in der Diätklinik des Theaterstückes in den Hintergrund, nachdem ein Mann das Haus betritt.
Das eigentliche Ziel, Pfunde zu verlieren, rückt in der Diätklinik des Theaterstückes in den Hintergrund, nachdem ein Mann das Haus betritt. © Jantje Ehlers

Die radikal verjüngte Theatergruppe will am 26. Februar ihr Stück im DGH aufführen.

Wachendorf – Eine neue Theatergruppe? Mitten während der Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen? Was Skeptiker vielleicht für eine Schnapsidee halten mögen, zieht eine kleine Schar junger Wachendorfer in bemerkenswerter Weise durch. Der Freizeit- und Gemeinschaftsverein (FGV) plant für den 26. Februar die Premiere der Komödie „Ein paar Pfund zu viel“ – steigenden Inzidenzen zum Trotz. „Wir proben weiterhin“, sagt Dennis Hüsker, erster Vorsitzender des FGV.

„FGV? Der ist aber doch nicht neu?!“ Stimmt. Die Theatergruppe hat eine langjährige Tradition, der „Gemütliche“ zum Premierenabend hat schon Kultcharakter. Und doch stellt die aktuelle Truppe einen Neuanfang dar.

Dieser Neuanfang ist ein Stück weit aus der Not geboren: Langjährige Mitglieder der Theatergruppe hatten – schon vor Corona – signalisiert, dass sie kürzertreten oder ganz mit dem Theaterspielen aufhören wollten, berichtet Hüsker. „Zeitweise stand das Aus für die Gruppe im Raum“, räumt der Vorsitzende ein. Für 2019 brachte der Verein kein Theaterstück auf die Beine, holte sich für ihren „Gemütlichen“ eine externe Theatergruppe ins DGH.

Fünf Ensemble-Mitglieder sind neu dabei

Im gleichen Jahr bildete sich eine neue, junge Theatergruppe aus Finja Köhler, Leonie Harries, Mira Seifert, Leonie Rieck, Nadine Helms und Mathis Winte. Fünf der sechs Ensemble-Mitglieder sind neu dabei, alle sind unter 20 Jahren alt. Viele kennen sich aus gemeinsamer Zeit in der Jugendfeuerwehr. Hinzu kam eine wichtige Nachricht: Mit Nicole Neddermann erklärte sich ein Mitglied des „alten“ Ensembles bereit, die Regie des neuen Stückes zu übernehmen.

Für 2021 nahm sich die neue Gruppe vor, ihr erstes Stück auf die Bühne zu bekommen. Im Oktober 2020, so erzählt Hüsker, habe man mit den Proben begonnen. „Aber als absehbar wurde, wie stark Corona einschlägt, haben wir das erst mal auf Eis gelegt.“ Erstmals in mehr als 20 Jahren musste der „Gemütliche“ ausfallen.

Das Stück: „Ein paar Pfund zu viel“

Als 2021 Corona keine große Rolle mehr zu spielen schien, fand sich die Truppe wieder. Die gute Nachricht: Alle blieben bei der Stange. „Es wird ja nicht einfacher, Leute zu gewinnen, die Theater spielen wollen“, weiß Dennis Hüsker.

Und weil mit „Ein paar Pfund zu viel“ das Stück ja bereits im Vorjahr ausgesucht war, machten die jungen Akteure gleich da weiter, wo sie im Herbst aufgehört hatten. Längst steht im Dorfgemeinschaftshaus auch das Bühnenbild bereit. Den Premierentermin hat das Ensemble im Blick: Der 26. Februar um 18 Uhr steht dick im Kalender. „Wir haben uns noch auf keine feste Corona-Regelung eingeschossen“, betont Dennis Hüsker. „Am liebsten würden wir es natürlich so machen, wie wir es über die Jahre immer gemacht haben – mit Essen und Party.“

Premiere plus drei Vorstellungen

Auch wenn es noch keine konkreten Pläne gibt, so sind sich die Akteure einig, den Besuchern – im Rahmen des rechtlich Erlaubten – „möglichst große Freiheit“ zu geben. „Wir wollen das Theatererlebnis so schön machen, wie es geht.“

Falls die Corona-Situation eine Premiere verhindert, greift Plan B: „Wir verschieben die Veranstaltungen wochenweise nach hinten – so weit wie nötig“, erklärt Hüsker. Mit dem DGH ist alles geregelt – dort finde derzeit ohnehin nichts statt. „Die Bühne“, so Hüsker, „steht da ja keinem im Weg.“

Karten werden, abweichend von den vergangenen Jahren, erst am Abend der Vorstellung bezahlt – „damit keiner ein schlechtes Gefühl hat beim Kartenkauf“. Die Plätze können aber schon jetzt reserviert werden – und zwar am kommenden Sonntag ab 11 Uhr im DGH. Nach der Premiere sind noch drei Vorstellungen geplant: am 11. März um 20 Uhr, am 13. März um 15 Uhr und am 20. März um 9.30 Uhr.

„Ein paar Pfund zu viel“

Die Komödie „Ein paar Pfund zu viel“ spielt in einer Diätklinik auf Norderney, in der eine betriebsame Boutiquebesitzerin, eine leichtgläubige Landwirtschaftsfachfrau und eine selbstbewusste Schauspielerin aufeinandertreffen, um Pfunde zu verlieren. Als jedoch eine Rentnerin mit ihrem Sohn erscheint, kommt zu den überall versteckten Leckereien eine weitere „Versuchung“ für die drei Damen ins Haus...

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