Zwangloses Hindernis-Training stärkt Vertrauen zwischen Pferd und Reiter

Alles kann – nichts muss

Der Wassergraben war die Königsdisdziplin beim Trail-Training des Reit- und Fahrvereins in Okel. Viele Pferde verweigerten bereits beim Anblick der Wasserfläche. - Foto: Heiner Büntemeyer

Okel - Von Heiner Büntemeyer. Mehr als 40 Reiterinnen und Reiter beteiligten sich an dem Trail- und Hindernistraining, das Berthold Quebbemann im Reit- und Fahrverein Okel am Sonnabend organisiert hatte.

Nur die wenigsten davon waren Vereinsmitglieder. Vielmehr nutzten Gäste dieses Angebot, sich und ihre Pferde auf besondere Herausforderungen vorzubereiten und das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter zu stärken.

Vor der Wippe stiegen einige Reiter sogar ab, um ihr Pferd darüber hinweg zu führen. Oft gelang das erst nach einigen Anläufen. Manchmal warteten sie auch auf andere Reiter, die dieses Hindernis nahmen, um ihren Pferden zu zeigen, dass ihnen nichts geschieht.

Auch das enge Tor mit den im Wind flatternden scharz-rot-goldenen Fahnen an den Seiten irritierte einige Pferde.

Wie scheu und vorsichtig Pferde sind, zeigte sich auch an der blauen Folie, die sie nur sehr ungern betraten. Auch die Holzstufe am Ausgang des Parcours machte sie unsicher.

Die Königsdisziplin war jedoch zweifellos der Wassergraben. Dort verweigerten einige Pferde schon beim Anblick der Wasserfläche. Oft blieb den Reitern nur die Wahl zwischen Aufgeben oder mit gutem Beispiel vorangehen. Also Stiefel aus, Hosenbeine hochgekrempelt und das widerstrebende Pferd unter aufmunternden Zurufen durch das flache Wasser hinter sich hergezogen.

Angenehm für alle Teilnehmer war dieses Training vor allem deshalb, weil es völlig zwanglos erfolgte. Niemand musste irgendetwas, es gab keine Wertung und keine Preise. Aber jeder Reiter konnte sich sein persönliches Erfolgserlebnis erarbeiten, konnte ausprobieren, ob er sein Pferd sensibel genug lenkte, um das Trailtor im Sattel sitzend zu öffnen, es zu passieren und wieder zu schließen.

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