Alles bleibt beim Alten

Syker Werbegemeinschaft bestätigt: Auch in Zukunft hauptamtlicher Geschäftsführer

Syke - Von Michael Walter. Die Syker Werbegemeinschaft wird auch weiterhin einen hauptamtlichen Geschäftsführer haben. Das ist das Resultat der außerordentlichen Mitgliederversammlung von Dienstag Abend in Wessels Hotel. 25 der 30 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder bestätigten den Status quo, vier enthielten sich, nur eines stimmte dagegen.

Nötig geworden war diese Versammlung, da einige Mitglieder auf der regulären Versammlung Ende April scharfe Kritik an den Geschäftsführerbezügen geübt hatten, die Diskussion darüber aber ergebnislos versandet war (wir berichteten). Jetzt sollten die Mitglieder auf diesem gesonderten Termin entscheiden: Wollen wir dieses Konstrukt beibehalten oder nicht?

1000 Euro plus Mehrwertsteuer bekommt Michael Lux monatlich als Pauschale für seine Tätigkeit als Geschäftsführer. Dafür erledigt er das Tagesgeschäft der Werbegemeinschaft, angefangen bei der Post über die Buchführung bis zu Vorbereitung, Abwicklung und Nachbearbeitung von Frühlingsmarkt, Herbstmarkt und anderen Aktionen.

Kann das nicht auch ein ehrenamtlicher Geschäftsführer? – Diese Frage war im April unbeantwortet geblieben. Jetzt sagte Lux: „Möglich ist es. Wenn Sie Leute finden, die das machen wollen.“

Genau das sei damals ja der springende Punkt gewesen, erinnerte Michael Geuder, der von 2000 bis 2004 gemeinsam mit Uwe Stoffregen, Thomas Ritter und Michael Schüttert die Werbegemeinschaft geleitet hatte. „Wir waren froh, dass wie jemanden hatten, der uns das Tagesgeschäft abgenommen hat.“ Dieser Jemand war Michael Lux. Dass Lux ab 2004 auch den Vorsitz der WG übernommen hatte, sei nie geplant gewesen und ebenfalls nur dem Umstand geschuldet, dass sich niemand sonst bereitgefunden hatte, diesen Posten zu bekleiden. Seitdem wurde diese Personalunion Jahr für Jahr bestätigt. Jetzt allerdings zum letzten Mal. Michael Lux betonte: „2019 werde ich nicht wieder für den Vorsitz kandidieren.“

Nach so viel Vergangenheitsbewältigung richtete die Versammlung am Ende doch noch kurz den Blick nach vorn: Neumitglied Roman Wohlgemuth, dessen Kritik im April den Streit ausgelöst hatte, stellte auf nachdrücklichen Wunsch des WG-Vorstands seine Thesen vor, wie sich die WG verändern müsse, um seiner Ansicht nach zukunftsfähig zu werden:

Der hauptamtliche Geschäftsführer sei ein grundsätzlicher Fehler, so Wohlgemuth. „Das macht es den Mitgliedern zu leicht.“ Nach dem Motto: „Mach du mal, wir bezahlen dich ja dafür.“

Die Werbegemeinschaft sei zu schmal aufgestellt. „Syke ist mehr als nur der Kiez Hauptstraße.“ Wohlgemuths Empfehlung: „Sparten bilden, wie ein Sportverein.“ Auf diese Weise ließen sich Dienstleister, Handwerker und produzierendes Gewerbe mit einbeziehen.

Weitere Empfehlungen: Die Außenwahrnehmung verbessern, sich politisch mehr einmischen und die Zusammenarbeit mit anderen suchen, vor allem mit dem Werbering Barrien.

Rubriklistenbild: © dpa

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