Eigentümer von US-Oldtimern kommen zum „Familientreffen“ zusammen

„Alle ein bisschen verrückt“

Klassische Silhouetten und ordentlich Hubraum unter der Haube: Für Liebhaber der US-amerikanischen Oldtimer gab es am Sonntagnachmittag viel zu sehen – und zu hören.
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Klassische Silhouetten und ordentlich Hubraum unter der Haube: Für Liebhaber der US-amerikanischen Oldtimer gab es am Sonntagnachmittag viel zu sehen – und zu hören.

Barrien – An der Krusenberg- Kreuzung hat sich am Sonntagnachmittag die „Familie“ der US-Oldtimerfahrzeuge aus der näheren Umgebung getroffen. Wie ein Teilnehmer es ausdrückte: „Alle ein bisschen verrückt. Verrückt nach hubraumstarken amerikanischen Oldtimern. Acht Zylinder sollten es schon sein, damit der Sound auch stimmt.“

Als Besucher sah man zunächst noch auf, wenn ein Neuankömmling sich akustisch bemerkbar machte. Das legte sich aber schnell, weil ständig Fahrzeuge kamen und andere abfuhren. Nach einer Stunde präsentierten sich rund 70 größtenteils chromblitzende Limousinen und Pick-ups den Besuchern.

Neben historischen Straßenkreuzern der Marken Ford, Chrysler, Dodge und Lincoln fielen ein Mercedes SL, ein Porsche 911 und ein VW Käfer auf. Der Porsche und das Mercedes Cabrio waren für den amerikanischen Markt gebaut. Gut zu erkennen an den breiten Stoßstangen beim Mercedes. Der Käfer hat Amerika allerdings nie gesehen, passte aber ebenso wie ein zufällig auf dem Platz abgestelltes historisches Mercedes-Feuerwehrfahrzeug ins Gesamtbild.

Olaf Meiners hatte eingeladen und stellte mit seinen Fahrzeugen auch gleich mehrere Eyecatcher. Sei es der rote Ford F1 Pick-up von 1952, der blaue Chevrolet Custom Camper 20 oder auch die Harley Davidson aus dem Jahr 1955. „Die Harley fahre ich in der Regel nur alle zwei Jahre mal zum Tüv“, sagte Meiners. „Die anderen Fahrzeuge kommen schon eher zum Einsatz. Meist allerdings nur zu Oldtimertreffen“, stellt er fest.

Warum diese Art von Fahrzeugen so fasziniert, beantwortete Notger Gast aus Bremen. Er ist stolzer Eigentümer eines Ford Crown Victoria, der in Amerika auch oftmals bei Polizeibehörden zum Einsatz kam. „Der Komfort ist hervorragend. Bereits in den 1950er-Jahren waren elektrische Fensterheber und auch Klimaanlagen bei diesen Fahrzeugen üblich. Seit 1976 sind Katalysatoren Standard“, berichtet Gast. „In Amerika bekommst du für diese Fahrzeuge heute noch ohne Probleme Ersatzteile“, ergänzt sein Tischnachbar. Diese historischen Fahrzeuge stehen nach seiner Auffassung für ein bestimmtes Lebensgefühl.

Das bestätigt auch Rasmus Günther aus Ganderkesee, der Eigentümer des bereits erwähnten VW Käfers. Optisch und technisch befindet sich dieses ehemalige Massenauto aus dem Jahr 1956 nicht mehr komplett im Originalzustand. Aufgemotzt in der Rennversion mit verbreiterten Kotflügeln, Hosenträgergurten und einem modifizierten 50-PS-Motor ist es heute für den Straßenverkehr zugelassen. „Beim Tüv sollte man sich vorher anmelden. Nicht jeder Prüfer ist in der Lage und willens, ein historisches Fahrzeug abzunehmen“, hat Günther erfahren. Wie fast alle anwesenden Fahrzeuge verfügt es über ein H-Kennzeichen.

Der Chevrolet Silverado K1500 Pick-up von Stefan Hohnhorst aus Syke ist noch nicht ganz so weit. Soundmäßig kann sein 20 Jahre alter V8-Motor aber durchaus mit den älteren Fahrzeugen mithalten. Olaf Meiners hofft auf eine dritte Auflage des Treffens im nächsten Jahr, ohne die aktuellen Corona-Einschränkungen und dann auch wieder mit etwas Rahmenprogramm.

Von Horst Meyer

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