Erste Blutspende in Barrien mit Möglichkeit der Online-Reservierung läuft reibungslos

Alle Bedenken unbegründet

Spendeort Grundschule: In zwei Klassenräumen haben sich die Teams vom Blutspendedienst für einen Nachmittag breitgemacht. In jedem Raum stehen zwei Liegen für „Spontanspender“ bereit.
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Spendeort Grundschule: In zwei Klassenräumen haben sich die Teams vom Blutspendedienst für einen Nachmittag breitgemacht. In jedem Raum stehen zwei Liegen für „Spontanspender“ bereit.

Barrien – Beate Nadolny macht aus ihren anfänglichen Vorbehalten gegenüber der Neuerung keinen Hehl. „Wir haben uns zuerst schon gesträubt“, räumt die Sprecherin des Verpflegungsteams beim DRK in Barrien offen ein. Erstmals bestand die Möglichkeit, sich im Vorfeld des Blutspendetermins in der Barrier Grundschule einen Termin online zu sichern. Wie würden die Barrier darauf reagieren?

Würden Spontan-Spender ausbleiben? Am Ende des ersten Blutspende-Termins in diesem Jahr wird klar: Die Bedenken waren völlig unbegründet.

Mit 234 Spendern – darunter immerhin zehn, die ihre Blutspende-Premiere feierten – lagen die Barrier im gewohnten Bereich. Nicht schlecht für einen ersten Versuch, von dem Nadolny glaubt, dass noch viele weitere folgen könnten. „Ich könnte mir vorstellen, dass das DRK das mit der Online-Reservierung so beibehalten will – und zwar nicht nur wegen Corona.“

Der Gedanke dahinter ist eigentlich ganz naheliegend: In Zeiten der Kontaktbeschränkungen ist ein Treffen vieler Menschen auf engem Raum unerwünscht. Doch gerade beim Blutspenden gibt es Stoßzeiten – beispielsweise zu Beginn des Impf-Nachmittags. Um den Ansturm etwas zu entzerren, konnten sich Spendewillige über ein Online-Formular eine Zeit reservieren lassen. „Etwas über die Hälfte hat sich übers Internet angemeldet“, schätzt Beate Nadolny.

Die erwünschte Folge war ein regelmäßiger Zulauf über die ganzen fünf Stunden. Und so mancher, der sonst vielleicht am frühen Nachmittag in der Warteschlange gestanden hätte, wusste nun wegen der Online-Reservierung, dass in den ersten 90 Minuten schnell kein Termin mehr frei war – und entschied sich für einen späteren Spendezeitpunkt.

Die Sorgen von Nadolny und dem Team, dass das neue Prozedere dafür sorgt, dass manche Spender wegbleiben („Wenn was neu ist, wird es meistens kompliziert“), erwiesen sich als unbegründet. „Die beiden Räume haben sich den ganzen Zeitraum über gefüllt“, berichtete Nadolny.

Zwei Teams vom Blutspendedienst in Springe machten sich routiniert daran, die Spender zu versorgen. In jedem der beiden umfunktionierten Klassenzimmer blieben zwei Liegen für Spontanbesucher frei. Eine gute Entscheidung, denn viele hatten sich eben auch ohne Reservierung auf den Weg gemacht.

Für die Planerinnen vom Verpflegungsteam erwies sich die Entscheidung, ins Sachen Lunchpakete so zu planen wie immer, als richtige Entscheidung. „Wir gehen immer von so etwa 230 Spendern aus“ – ein Wert, den die Teilnehmer nahezu als Punktlandung erreichten. Auch eine Reihe von Jubiläumsspendern war unter den Besuchern (siehe Kasten).

So gut das mit den Lunchpaketen diesmal auch geklappt hat: Ein bisschen schwingt bei Beate Nadolny in der Ankündigung des nächsten Blutspende-Termins schon die Hoffnung mit, dass die nicht nochmal zum Einsatz kommen müssen. „Am 4. Juni hoffen wir schon, dass wir wieder ein Büfett anbieten können.“ Aus Gesprächen mit Spendern weiß sie um die Beliebtheit des anschließenden gemeinsamen Schmausens. Nicht nur wegen des leckeren Angebots. „Für viele ist es sehr schön, hinterher noch ein bisschen in Gruppen zusammenzusitzen.“

Von Frank Jaursch

Viele viele Röhrchen: 234 Personen spendeten beim jüngsten Termin in Barrien Blut.

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