Alarmübung an Barrier Grundschule: Räumung läuft trotz Umbau reibungslos

Flucht durch die Vorschule

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Die Barrier Grundschulklassen machten sich zum Ende der Alarmübung wieder auf den Weg in ihre Klassenräume.

Syke - Von Frank Jaursch. Ein Knopfdruck, und der Lärm bricht los: Am Montag um 9.46 Uhr ist an der Grundschule an der Wassermühle in Barrien der Alarm ausgelöst worden. Doch von Panik bei Schülern und Lehrkräften keine Spur: Ist ja alles nur eine Übung.

In der vergangenen Woche hatten die Klassenlehrer ihren Schützlingen schon erklärt, dass es bald eine Übung geben soll. Und so strömen bereits gut eine Minute nach dem Alarm die ersten Kinder aus dem Notausgang: mit Stiefeln und Jacken gut gegen die Morgenkälte geschützt.

Kaum vier Minuten dauert es, bis alle 300 Mädchen und Jungen nach draußen gegangen und durchgezählt worden sind. Diszipliniert macht sich die große Gruppe in Zweierreihen auf den weg zum Treffpunkt beim Mühlenteich. Die Stimmung ist entspannt, noch vor dem Ende der Schulstunde machen sich die Kinder wieder auf den Weg zurück in ihre Klassenzimmer.

Die Übung ist für die Schule in jedem Jahr obligatorisch; in diesem Schuljahr allerdings kommt der Umbau-Faktor erschwerend hinzu. Denn einer der beiden Fluchtwege – der durch den Haupteingang – ist für die Dauer der Umbaumaßnahmen dicht.

Der Auftritt der jungen Fluchtwegtester am Montag zeigte, dass die Alternative „funktioniert“. Die führt durch den Raum der Vorschulklasse – das künftige Lehrerzimmer – hinaus auf den hinteren Teil des Schulhofes.

Eigentlich ist der Ersatz-Fluchtweg sogar zweigeteilt: Nebenan führt ein weiterer Notausgang durch das ehemalige Schulleiterzimmer. Das aber war in den vergangenen Wochen wegen der beginnenden Umbauarbeiten verschlossen gewesen.

Dieser Umstand hatte in der Elternschaft zu einer leichten Verunsicherung geführt. Völlig grundlos, versichert Schulleiterin Brigitte Köhler. Denn der Weg durch die Vorschule stand stets zur Verfügung. Zudem ist die Arbeit mittlerweile beendet, die Notausgangstür steht ebenfalls zur Verfügung.

Ein weiteres Thema in Sachen Fluchtweg allerdings ist noch nicht abgehakt: Die Türen dieses Notausgangs gehen nach innen auf; das widerspricht dem Grundsatz, dass Fluchttüren – ab einer bestimmten Anzahl an Menschen im Gebäude – nach außen, also in Fluchtrichtung, aufschlagen müssen.

Bürgermeisterin Suse Laue kündigte am Montagnachmittag an, den Sachverhalt durch eine Brandschutz-Sachverständige prüfen zu lassen. Falls dort eine Nachbesserung erforderlich werden sollte, „sind wir die Letzten, die das nicht machen würden“.

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