Feuerwehr im Einsatz

Alarm in Heiligenfelde: Säureunfall bei der RWG

Feuerwehreinsatz bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft in Heiligenfelde.
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Feuerwehreinsatz bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft in Heiligenfelde.

Heiligenfelde – Ein Betriebsunfall auf dem Gelände der Raiffeisen-Warengenossenschaft hat am Freitagmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Von einem Kunststoffcontainer hatte sich ein Absperrhahn gelöst. Dadurch waren etwa 300 Liter Säure ausgelaufen und teilweise in die Regenwasserkanalisation gelangt.

Weil Explosionsgefahr durch chemische Reaktion nicht ausgeschlossen werden konnte, riegelte die Feuerwehr das RWG-Gelände komplett ab.

Kurz nach 14 Uhr gab es eine erste Entwarnung: Statt um Buttersäure, wie ursprünglich gemeldet worden war, handelte es sich bei der ausgelaufenen Flüssigkeit um Futtersäure.

Buttersäure kennt man noch aus dem Chemieunterricht: Stinkt erbärmlich nach Erbrochenem und kann bei Körperkontakt schwere Verätzungen erzeugen.

Futtersäure ohne weitere Stoffe nicht gefährlich

Futtersäure ist dagegen zunächst mal harmlos. Darunter versteht man ein Gemisch aus unterschiedlichen Fettsäuren. In der Tierfutterproduktion wird es beigemischt, damit gelagertes Futter nicht zu gären beginnt. Außerdem hemmt es die Vermehrung von Schimmelpilzen und Bakterien.

Gleichwohl können auch Fettsäuren mit anderen Stoffen chemisch reagieren. „Für uns war das deshalb trotzdem zunächst mal die gleiche Gefahr“, betont Feuerwehrsprecher Lutz Budelmann. Aufgabe der Spezialisten von der Gefahrgutstaffel war somit: Herauszufinden, wie weit die Säure in die Kanalisation vorgedrungen war, und ob ein zündfähiges Gasgemisch dabei entstanden ist. „Das ist Gott sei Dank nicht der Fall gewesen“, so Lutz Budelmann.

Säure am Boden abgebunden, in Kanalisation schnell verdünnt

Damit konnte die Feuerwehr größtenteils wieder Entwarnung geben. Die an der Oberfläche verbliebene Säure wurde abgebunden, aufgenommen und entsorgt. Die in die Kanalisation gelangte Säure hat sich dort schnell verdünnt, sodass schon nach kurzer Zeit weder Gefahr für Menschen noch für die Umwelt mehr bestand. „Mitarbeiter des städtischen Klärwerks waren hier, haben das kontrolliert und bestätigt“, sagt Budelmann.

Gegen 16 Uhr konnte die Feuerwehr den Einsatzort wieder an den Betreiber übergeben.

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