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Drahtseilakt an der Kafu-Kreuzung

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Von: Michael Walter

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Es wird bunt in Syke – das deuten hier die Köpfe hinter der Aktion „Gut beschirmt“ schon mal an. Von links: Matthias Horstmann, Ralph Harjes, Edgar Fischer, Günther Ribke und Renate Munder. Die Oma – das historische Löschfahrzeug der Syker Ortsfeuerwehr – steht für den Bezug: Es geht um Geld für die Jugendarbeit der Feuerwehr.
Es wird bunt in Syke – das deuten hier die Köpfe hinter der Aktion „Gut beschirmt“ schon mal an. Von links: Matthias Horstmann, Ralph Harjes, Edgar Fischer, Günther Ribke und Renate Munder. Die Oma – das historische Löschfahrzeug der Syker Ortsfeuerwehr – steht für den Bezug: Es geht um Geld für die Jugendarbeit der Feuerwehr. © Michael Walter

Syke – Es wird bunt an der Kafu-Kreuzung. Dafür sorgen der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Syke, die Werbeagentur Printhaus und über 100 Regenschirme in 16 verschiedenen Farben. Unter dem Stichwort „Gut beschirmt“ sollen sie demnächst zum Blickfang auf dem Eckgrundstück an Sykes meistbefahrener Ampelkreuzung werden. Aufgespannt und nebeneinander zwischen Hauptgebäude und Scheune aufgehängt.

Zwei bis drei Wochen – je nach Wetterlage – sollen die Schirme dort hängen bleiben. Anschließend werden sie verkauft. Der Erlös geht zu 100 Prozent an den Förderverein der Feuerwehr und wird dort für die Jugendarbeit verwendet.

Die Idee dafür schwirrte Renate Munder vom Printhaus schon länger durch den Kopf. „Das gab es so ähnlich schon mal in Italien“, sagt sie. „Da hab ich mal was gesehen, das fand ich super.“ Corona hat dafür gesorgt, dass es eine ganze Weile gedauert hat, bis Munder diese Idee für Syke tatsächlich umsetzen konnte. Aber sowohl bei ihrem Chef Edgar Fischer als auch bei der Syker Firma Lübber – der das Grundstück gehört – lief sie damit die berühmten sprichwörtlichen offenen Türen ein. Erst recht beim Feuerwehr-Förderverein: In Matthias Horstmann, Ralph Harjes und Günther Ribke fand sie dort drei extrem engagierte Mitstreiter.

„Wir haben dafür 60 Meter Drahtseil vom Drahtseilwerk im Gewerbegebiet bekommen“, erzählt Ralph Harjes und freut sich wie ein kleiner Junge darüber. „Die wollten wir eigentlich kaufen, aber das Werk hat sie uns gesponsert.“

Alle drei betonen: Für solche Aktionen wie „Gut beschirmt“ ist der Förderverein sehr dankbar. „Viele meinen immer: Alles, was die Feuerwehr betrifft, bezahlt komplett die Stadt. Das ist aber ein großer Irrtum“, erklärt Ralph Harjes. Und beim Stichwort Irrtum hakt Günter Ribke gleich ein: „Viele glauben ja auch, wir wären eine Berufsfeuerwehr. Die wissen gar nicht, dass wir das alles ehrenamtlich machen.“

Die Stadt bezahlt für ihre Feuerwehren, was sie bezahlen muss – und noch ein gutes Bisschen mehr – aber längst nicht alles! Vor allem, wenn es in den Bereich Freizeit, Geselligkeit und Sport geht. Und darunter fällt nun mal auch der Löwenanteil der Jugendarbeit.

Montage Aktion Gut beschirmt
Ungefähr so wie auf dieser Montage könnte die Aktion aussehen. © Printhaus

Matthias Horstmann gibt ein aktuelles Beispiel: „Das große Zeltlager für die Jugendfeuerwehren im Landkreis ist ja leider abgesagt worden. Deshalb macht die Syker Jugendfeuerwehr in den Sommerferien ein eigenes kleines Zeltlager. Zwei bis drei Tage bei uns auf der Festwiese. Die Kosten dafür trägt der Förderverein.“

Der Verein zahlt aber etwa auch einen Teil der Kosten für die individuelle Funktionskleidung der Aktiven, also der erwachsenen „richtigen“ Feuerwehrleute. In diesem Winter hat er sie zum Beispiel grade mit einem Satz Mützen ausgestattet.

Frisches Geld in der Kasse ist also hochwillkommen. Und nach Meinung der Beteiligten auch gut angelegt.

Am 20. Juni soll die Aktion „Gut beschirmt“ starten. Dann will die Feuerwehr die Drahtseile zwischen Hauptgebäude und Scheune an der Kafu-Kreuzung spannen. Und dann hoffen alle auf ruhiges Sommerwetter. „Für uns ist das Problem: Ab Windstärke 4 kommt da richtig Zug drauf“, sagt Ralph Harjes. So ein Gewitter kommt im Sommer aus dem Nichts.“ Matthias Horstmann ergänzt: „Wir werden das im Auge behalten. Im Zweifelsfall müssen wir dann mit der Drehleiter kommen und die Schirme zwischendurch einklappen. Wir hoffen, das klappt!“

Sobald die Schirme hängen, kann man sie auch kaufen. Zehn Euro rufen Printhaus und Förderverein pro Stück auf. „Wer will, kann auch mehr geben“, sagt Günther Ribke lächelnd.

Ansprechpartner
Renate Munder
0162 / 10655 61
renate.munder@printhausdruck.de

Von Michael Walter

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