Christus-Kirchengemeinde schließt umfangreiche Sanierung des Gemeindehauses ab

Adieu, Erstausstattung!

Die Sanierung des Gemeindehauses in Syke ist abgeschlossen. Architekt Hans-Jürgen Krohn (M.) erläutert Kirchenvorsteherin Anja Thorns und Pastor Christian Kopp die Funktionsweise der neuen Heizungsanlage. - Foto: Husmann

Syke - Von Frank Jaursch. Das Gemeindehaus der Christus-Kirchengemeinde ist ein spannender Bau: Die kühne, etwas verwinkelte Architektur ist auch nach 37 Jahren noch auffallend und ungewöhnlich. Das Problem steckte eher im Detail: Bis vor kurzem fand das Leben und Arbeiten in dem Gebäude gewissermaßen in der Erstausstattung aus dem Jahr 1979 statt. In den vergangenen Monaten hat die Gemeinde eine umfassende und dringend notwendige Sanierung des Gemeindehauses umgesetzt. Kostenpunkt: etwa 165.000 Euro.

„Es war alles ein bisschen in die Jahre gekommen“: Kirchenvorsteherin Anja Thorns wählt sehr moderate Worte für den Zustand des Hauses. Von unten bis oben gab es viel zu tun: Den rotbraunen Fliesen und dem Nadelfilz als Bodenbelag war ihre Lebensdauer ebenso anzusehen wie der eigentümliche Charme der 70er-Jahre. Und das Dach war so schwach gedämmt, dass die altersschwache, ineffiziente Gebläseheizung gewissermaßen für die Umgebung mitheizen musste.

Der Verkauf des benachbarten Kirchenkreisamtes gab der Gemeinde nun die finanziellen Möglichkeiten, um die dringend benötigten Maßnahmen für den großen und kleinen Saal sowie für das Gemeindebüro in Angriff zu nehmen. Mit kompetenter Hilfe: Hans-Jürgen Krohn, Architekt und stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses, nahm das Projekt unter seine Fittiche.

Mit Hilfe örtlicher Handwerker und Krohns „genialer Zeitplanung“ (Pastor Christian Kopp) war es möglich, ein komplexes Gefüge von Arbeiten unterschiedlicher Gewerke in kurzer Zeit umzusetzen. Wichtigster Punkt war der Austausch der Heizung: An die Stelle der großen Gebläseanlage kam eine hochmoderne Brennstoffanlage, die künftig per (neuer) Fußbodenheizung für ein angenehmes Raumklima sorgt.

Cremefarbene Fliesen verleihen Räumen freundlicheres Aussehen

Schon häufiger war die ungleichmäßige Temperatur im großen Saal ein Grund für Beschwerden gewesen: Mit hochrotem Kopf, aber kalten Füßen ist eben nicht so gut Singen üben. Der Austausch der Bodenbeläge sorgte für die augenfälligste Veränderung: Cremefarbene Fliesen verleihen den Räumen jetzt ein viel freundlicheres Aussehen.

Ein weiterer Kernpunkt war die drastische Erhöhung der Deckendämmung – eine weitere Maßnahme, die auf lange Sicht für Einsparungen sorgen wird. Gleiches gilt für die Beleuchtung, die komplett auf LED umgestellt wurde. „Wir sind vermutlich die einzige Kirche in Deutschland, die dafür Bundesmittel bekommen hat“, schmunzelt Krohn. Laut Zertifikat vom Umweltministerium spart die Gemeinde allein dadurch bereits 162 Tonnen Kohlendioxid ein.

Auch im Sanitärbereich gibt es deutlich sichtbare Veränderungen: Die Toiletten sind jetzt auf dem aktuellen technischen Stand. Wie auch die neue Medientechnik, die den Einsatz modernster Anlagen möglich macht.

„Es ist schon ein Quantensprung für uns“, verdeutlicht Christian Kopp das Ausmaß der Verbesserungen. Etwa 80  Prozent der Maßnahmen seien dabei schlicht „dringend nötig“ gewesen, nur einen kleinen Teil wie den Austausch der Fußböden habe man darübr hinaus umgesetzt.

Kopp und Thorns lassen keinen Zweifel daran, dass die Liste der Wünsche nach wie vor lang ist. „Aber wir können nicht alles einfach ausgeben“, stellt Anja Thorns klar. „Wir müssen ja auch die Kirche unterhalten.“ Ein Teil des Kirchenamt-Verkaufserlöses soll als Rücklage dienen – „für das, was da noch auf uns wartet.“

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