Achtes Bikertreffen der Freien Gemeinde: 50 Motorradfans in gemäßigtem Tempo unterwegs

„Das Evangelische in unserer Fahrweise“

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Auf eine Biker-Tour mit entspanntem Tempo machten sich etwa 50 Motorradfahrer am Wochenende auf den Weg – auf Einladung der Freien evangelischen Gemeinde.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Etwa 50 Biker aus Norddeutschland haben sich jetzt an der Motorrad-Ausfahrt beteiligt, die die Freie evangelische Kirchengemeinde Syke am Wochenende zum mittlerweile achten Mal veranstaltete. Anmeldungen waren nicht erforderlich: Wer erschien, erhielt ein Klebeband mit seinem Vornamen, das sich der Fahrer auf die Kutte klebte. Er wurde einer der vier Gruppen zugeordnet, die jeweils von einem Fahrtleiter geführt wurde.

Etwa 110 Kilometer lang war die Ausfahrt, die über Sulingen und Barnstorf nach Goldenstedt führte, wo am Hartenbergsee eine Kaffeepause eingelegt wurde. Weiter ging es über Köhren, Holzhausen und Nordwohlde zurück nach Syke. Dort brutzelten schon die Würstchen auf dem Grill. Dort hielt Bibelschüler Arthur Brestel aus Brake eine Andacht und dankte für die unfallfreie Ausfahrt. Darum hatten alle Teilnehmer schon morgens vor der Abfahrt gebeten, als Fahrtleiter André Görges sie verabschiedete.

Längst nicht alle Fahrer waren Gemeindemitglieder, aber sie beteiligten sich teilweise schon häufig an dieser Ausfahrt der Syker Gemeinde. „Die wählen immer schöne Strecken aus“, erklärte ein Teilnehmer. Ein anderer beteiligte sich, weil die Fahrtleiter keine „Heizer“ seien, sondern Motorradfahrer, die an ihrem Leben hängen und ihren Führerschein behalten wollen.

Mit-Organisator Heinz Nienaber meinte, dass diese Ausfahrten ihren besonderen Charme haben, weil sehr rücksichtsvoll gefahren und nicht gerast wird. Die Reisegeschwindigkeit läge zwischen Tempo 70 und 80. Man lerne Leute kennen, und die Gespräche drehten sich nicht nur ums Motorrad, sondern auch um andere Dinge, wie beispielsweise den Glauben. „Wir wollen das Evangelische in unserer Fahrweise demonstrieren“, erklärte er.

Ein Teilnehmer aus Wardenburg muss da vielleicht etwas falsch verstanden haben, denn auf dem Tankdeckel seiner „Gold Wing“ mit Seitenwagen war eingraviert: „Wenn du dein Leben so liebst, wie ich meine Gold Wing, dann lass die Finger von der Maschine“.

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