A.C.Him spielt im Kreismuseum

Fundamentale Dinge des Lebens

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Mit mehr als 500 Gästen hatte A.C.Him am Sonntag im Kreismuseum ein gutes Publikum in idyllischem Ambiente.

Von Dagmar Voss. Weit mehr als 500 Besucher zog es am Sonntag ins Kreismuseum – und möglicherweise genauso viele Wespen. Denn der Sommergarten bot neben musikalischer Unterhaltung Kaffee und Kuchen sowie Apfelsaft und Bier. Viele Dinge also, die die geflügelten Besucher genauso gern mögen. Und so war der Genuss in Sachen klingende Untermalung leicht getrübt. Die Schlange an der kleinen Kaffeebude riss nicht ab, man sah sogar Hausherr Ralf Vogeding mit Thermoskannen Kaffee als Nachschub eilen. Dazwischen schleppte er Bänke, um noch mehr Gästen die Möglichkeit zum gemütlichen Platz unter den alten Bäumen zu verhelfen.

So war er etwas atemlos bei seiner Begrüßung und konnte nur noch kurz erklären, dass er, genau wie der anzukündigende Musiker, in den 1960er-Jahren zum erklärten Dubliners-Fan geworden sei. „Ich auch!“, war zahlreich aus dem Publikum zu hören. So konnte das ja nur ein netter Nachmittag werden.

Das Konzert bestritt im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals A. C. Him, Achim Orwat. Der Mann mit seiner Gitarre hatte Songs aus Irland, Schottland und den USA im musikalischen Gepäck, Folk und Country, eigene Stücke auf Deutsch und Coversongs beliebter Folksänger.

So das von Christy Moore bekannt gewordene „Back home in Derry“, mit dem er sein Publikum zunächst begeisterte. Leider wirkten seine Songs im Laufe des Konzerts immer verwaschener; verschluckte Silben und nicht so gelungene Interpretationen vieler Stücke trugen dazu bei, dass sich immer mehr Gäste in den Museumsgarten verzogen und sich lieber miteinander unterhielten.

Zu den Ohrwürmern früherer Zeiten gesellten sich im Laufe des Nachmittags noch etliche weitere altbekannte Lieder wie „I see fire“ von Ed Sheeran oder „A Pair of brown eyes“ von The Pogues. Über die fundamentalen Dinge des Lebens wolle er singen, kündigte A.C. Him an, so über „Smoke and strong whisky“, über knackige Ladies wie „Rose McCann“ und „Waltzing Mathilda“ von Tom Waits.

Für Anja und Britta, die beiden Radlerinnen vom Radlerclub „Schnelle Truppe“ aus Bruchhausen-Vilsen, galt ebenfalls das Motto: „Mal was Schönes unternehmen am Sonntagnachmittag – da ist so ein bisschen Musik eine angenehme Begleiterscheinung.“

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