Ausstellung „Beautiful Mind“ von Andrea Weiss im Museum

Abstrakter Optimismus

Ausstellungaufbau unter Corona-Bedingungen: Andrea M. Weiss mit Sohn Rocko (acht Monate) und Tochter Lotta (6). Im Ackerbürgerhaus des Kreismuseums ist ihre Ausstellung „Beautiful Mind“ zu sehen. Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Frank Jaursch. Corona ändert alles – auch die Ausstellungen im Ackerbürgerhaus des Kreismuseums. Andrea M. Weiss, die vom kommenden Dienstag an ihre Werke im Rahmen der Ausstellung „Beautiful Mind“ präsentiert, muss ohne Vernissage auskommen. Auch sonst war vieles anders als sonst.

„Es ist das erste Mal, dass ich eine Künstlerin vor dem Aufbau der Ausstellung nicht gesehen habe“, sagt Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding schmunzelnd. Der Grund dafür heißt Rocko: Der Sohn der Künstlerin ist jetzt acht Monate alt und macht es sich beim Pressetermin auf ihrem Arm bequem.

Die Malerin, die gebürtig aus Münster kommt, Einzelhandelskauffrau im Kunsthandel lernte und in Bremen Kunst- und Kulturwissenschaften studierte, lebt seit einem Jahr in Ritterhude. Sie hat zum Aufbau ihre Familie mitgebracht: Ehemann und drei Kinder. Corona macht die Betreuung eben schwierig. Aber Weiss ist eine Frau, die Optimismus ausstrahlen möchte.

Das spiegelt sich auch in ihren Werken wieder: Kräftige Farben dominieren ihre 20 abstrakten Acrylbilder im Format 1x1 Meter. „Ich möchte mit meiner Kunst dem Betrachtenden schöne Momentaufnahmen ermöglichen“, sagt die 42-Jährige. Gerade in dieser Zeit sei es wichtig, etwas zu finden, das Menschen positiv stimmt. „Wenn meine Kunst dazu beitragen könnte, wäre ich glücklich.“

Die Werke von Andrea M. Weiss bestehen aus vielen Schichten, die zum Teil wieder abgetragen oder neu aufgetragen werden. Sie arbeitet „mit allem, was mir in die Hand fällt“: Spachtel und Pinsel, Gabel oder Zahnbürste. So entstehen Strukturen und Farbverläufe.

Es ist gewissermaßen abstrakter Optimismus, der bis zum 28. Juni zu sehen ist. Könnte Andrea M. Weiss auch eine „andere Seite“ malen? Sie lacht. „Das könnte ich. Aber das möchte ich gar nicht.“

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