Neues Marketingkonzept stellt das Ypsilon in den Mittelpunkt

Abschyd von der Kralle

Das Ypsilon als Blickfang: Die Teilnehmer des Workshops sind sichtlich zufrieden mit dem neuen Syke-Logo. - Foto: Husmann

Syke - Von Frank Jaursch. Die Bärenkralle war gestern. Das Wappen der Stadt Syke hat – zumindest als Teil des Stadtlogos – ausgedient. Am Donnerstagnachmittag ist der Startschuss für das neue Marketing-Design gefallen. Das neue Stadtlogo, das sich ab sofort auf Briefbögen, Visitenkarten und auf vielen Veranstaltungen wiederfindet, ist grün, freundlich, klar lesbar – und wird von einem fetten Ypsilon dominiert.

„Syke – meyne Stadt“. Vor dem Plakat mit diesem Spruch versammelten sich seine geistigen Väter und Mütter: sichtlich gut gelaunt und offenbar auch ein bisschen stolz mit dem Victory-Zeichen, das in Syke ab sofort kein V, sondern ein Y darstellen soll.

Das Logo mit dem dicken Y steht am Ende eines langen Findungsprozesses. In drei Workshops hatten die Vertreter von Politik und Verwaltung, von Handel, Handwerk und Kultur sich mit der Entwicklung eines Corporate Designs (Erscheinungsbildes) und eines neuen Logos befasst.

„Warum macht man so was?“, stellte Bürgermeisterin Suse Laue die entscheidende Frage – um sie gleich selbst zu beantworten. „Wir wolten etwas haben, das uns alle verbindet – ein frisches, modernes Auftreten.“

Das alte Syke-Logo „war ein schönes Logo – für seine Zeit“, so Laue. Doch seine Zeit ist abgelaufen – und zwar buchstäblich: Am Mittwoch wurde das alte Logo vom Rathaus abmontiert, um in den kommenden Wochen seinem grünen, Y-dominierten Nachfolger Platz zu machen.

Schon am Mittwoch wurde das alte Logo vom Rathaus abmontiert. - Foto: Stadt Syke

Eine Dortmunder Beraterfirma hatte den Findungsprozess begleitet. Schnell wurde deutlich: Das Alleinstellungsmerkmal Sykes ist das Y – vor allem, weil es auch noch ungewöhnlicherweise wie ein I ausgesprochen wird. Mit einer ganzen Reihe an Design-Vorschlägen beschäftigte sich die Gruppe. Eine Version hatte eine Lautschrift-Version, eine andere gab den Stadtnamen in einer pfiffig gespiegelten Version wieder. „Da gab es durchaus unterschiedliche Ansichten“, berichtet Workshop-Teilnehmer Frank Kanther, „aber am Ende haben wir alle das Ergebnis getragen.“

Kanther, Geschäftsführer bei Harjes Montagebau, sorgte selbst noch mit einer Idee für einen besonderen Hingucker: Kurzerhand ließ er in seinem Unternehmen ein 1,30 Meter hohes, fast 1,60 Meter breites Y fräsen. Der mächtige Buchstabe soll in Zukunft immer wieder auf Veranstaltungen der Stadt auftauchen – oder auch zu Schnappschüssen einladen. Und das Syke-Logo findet sich ab sofort auf Flyern und Visitenkarten, auf den Briefköpfen der Verwaltung und auf Hinweistafeln an den Straßen.

Das Y schummelt sich zudem schon mal an Orte, an die es gar nicht hingehört: Über den Zusatz „meyne Stadt“ darf und soll man schon mal stolpern. „Wir haben uns über einiges hinweggesetzt“, lächelt Wilken Hartje. Rechtschreibregeln inklusive. Aber das, so findet Hartje, ist schon okay. „Wir treten mit einem gesunden Selbstbewusstsein auf.“ Er sieht das neue Logo als einen „gewissen Neuanfang – wir sind nicht mehr die eingeschnappte ehemalige Kreisstadt.“

Das Konzept überzeugte auch den Verwaltungsausschuss der Stadt, der sich – ein deutliches Signal – einstimmig für die empfohlene Version aussprach. Und der ehrwürdigen Bärenkralle bleibt als Trost ja immer noch der Platz im Stadtwappen.

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