Schüler aus Nischni Nowgorod und Syke

„Der Abschied wird mir schwerfallen“

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Jugendliche aus Syke und Nischni Nowgorod führten zum Abschied des Schülerbesuchs gemeinsam den russischen Tanz Kadril auf.

Syke - Von Juraj Sivulka. Bei der Verabschiedung der Delegation aus Nischni Nowgorod im Syker Kulturforum waren sich alle Teilnehmer einig. Dieser Aufenthalt wird sehr lange in Erinnerung bleiben. Warum?

Das erklärt die Syker Lehrerin Svitlana Engisch einleuchtend: „Im 27. Jahr unserer Partnerschaft haben wir ein Thema ausgewählt, an dem die russischen und deutschen Schüler kontinuierlich arbeiteten und jetzt merken alle, dass das einen neuen Schwung in unsere Freundschaft gebracht hat.“

Freundschaft mit neuem Schwung

Und das konnte man in der Aufführung auch gleich sehen. 30 Schüler präsentierten unter dem Motto „Kunst, Tanz und Musik“ eindrucksvoll die vielfältigen Ergebnisse ihrer Arbeit. Schwelgten sie in der Fotocollage noch in Erinnerungen an gemeinsame Tage in Syke und Nischni Nowgorod, so wurde es bei der Aufführung des russischen Tanzes „Kadril“ richtig schwungvoll. Handelt es sich doch um einen traditionellen Tanz aus dem 18. Jahrhundert, der bei Festen in Russland getanzt wird.

Und schon wieder wechselte die Stimmung, als an der Leinwand das Bild „Der fliegende Teppich“ des russischen Malers Viktor Vasnezov erschien und die Schüler selbst geschriebene Gedichte präsentierten, die die Stimmung des Bildes einfingen. Die Vorführung endete mit dem „Zillertaler Hochzeitstanz“.

Die russischen Lehrerinnen Galina Gerasimenko und Maja Schachowa konnten ihre Zufriedenheit und ihren Stolz nicht verbergen: „Unsere Schüler haben ihre Deutschkenntnisse verbessert, das Familienleben in Deutschland kennengelernt, neue Kontakte geknüpft und viel erlebt. Was will man mehr?“

Heidepark-Besuch ein Höhepunkt

Das bestätigten Anja Melnikova (16) und Dascha Dezortseva (15), denen vor allem das Tanzprojekt und der Aufenthalt im Heidepark Soltau gefallen hatte. Fynn Pohlig (16), der einen Austauschschüler beherbergte, freute sich darüber, dass die russische Kultur direkt zu ihm nach Hause kam: „Zum ersten Mal haben wir zu Hause russisch gekocht. Und es hat ausgezeichnet geschmeckt.“ Schmunzelnd erzählte Lars Reinköster (15): „Man lernt eine neue Kultur kennen. Und hat während dieses Aufenthaltes schulfrei!“

Kaum werden die Gäste abgereist sein, werden Gönna Obsen und Svitlana Engisch schon wieder alle Hände voll zu tun haben: Schon im Oktober steht die nächste Austauschrunde an. Und die beiden Organisatorinnen können erneut auf die finanzielle und organisatorische Unterstützung der Stiftung Deutsch-russischer Jugendaustausch bauen. „Ohne diese Stiftung hätte unser Schüleraustausch niemals so eine Dimension erreicht“, zeigen sich die beiden Lehrerinnen dankbar.

Wirkte der Abschiedsabend auf den ersten Blick nur wenig wehmütig, so wollte der eine oder andere Austauschschüler lieber nicht an den unmittelbaren Abschied auf dem Syker Bahnhof denken. Anna Franziska Wilkens (16) gab zu: „Der Abschied wird mir schwerfallen.“ Und damit hat sie wohl allen aus der Seele gesprochen.

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