Abiturienten des Gymnasiums Syke erhalten Zeugnisse in der NWDSB-Halle

Ein „netter“ Jahrgang – und ein singender Schulleiter

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„Auf den Weg in die Zukunft“ sehen sich die Abiturienten des Jahrgangs 2015. Die Rede für ihren Jahrgang hielten Lena Palkies (r.) und Lea Knoff.

Bassum/Syke - Von Frank Jaursch. Sie haben es selbst so gewollt: Statt im sanierten Syker Theater haben die Abiturienten des Gymnasiums ihre Entlassungsfeier am Freitagabend in der sparsam geschmückten Halle des Nordwestdeutschen Schützenbundes in Bassum gefeiert – aus Platzgründen. Im Beisein ihrer Familien erhielten 134 junge Frauen und Männer ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Und wie es in Syke Tradition ist, wieder mit einem üppigen Rahmenprogramm.

Schülerchor und -band, Lehrerchor und Bigband trugen mit Songs zu einem gut gelaunten Schlusspunkt für die schulische Karriere der Abiturienten bei.

Eine unerwartete musikalische Note steuerte Schulleiter Jan Ziemann in seiner ersten Rede bei einer Entlassungsfeier bei. Wäre er Deutsch- und Geschichtslehrer, erläuterte Ziemann, so würde er das Datum der Entlassung vielleicht in einen historischen Kontext betten. Aber er unterrichte nun mal Deutsch und Musik. Also griff er zur Gitarre – und schmetterte Funny van Dannens „Nana Mouskouri“. Den unkonventionellen Einfall belohnte die Schülerschaft mit lautstarkem Applaus.

Ziemann nutzte den Liedtext zu mahnenden Worten zur modernen Gesellschaft. Gut sein – schnell sein – keine Schwächen zeigen: Ist das wirklich so erstrebenswert? Werte wie Integrität und Ethik hätten in den vergangenen Jahren auch in der Berufswelt eine größere Bedeutung erlangt. Ziemann ermutigte seinen ersten Abschluss-Jahrgang, in die Welt hinauszugehen und Beziehungsnetzwerke aufzubauen.

Ziemann war nicht der einzige mit guten Tipps für die Absolventen. Elternvertreterin Ariane Becker-Mordhorst („Sapere aude!“) und Landrat Cord Bockhop („Lassen Sie es krachen, Sie haben es sich verdient!“) blieben in ihren Ansprachen dabei angenehm kurz.

Was bleibt von diesem Jahrgang? Woran wird man sich in 20 Jahren erinnern, wenn vom Abi-Jahrgang 2015 die Rede ist? Glaubt man Umfragen der Schüler unter ihren Lehrkräften, dann haben sie offenbar einen positiven, wenngleich nicht allzu nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Immerhin sorgten die 2015er für die erste siebentägige Mottowoche „und die größte Parkplatz-Party aller Zeiten“, erklärten Lena Palkies und Lea Knoff in ihrer Jahrgangsrede.

„Sympathisch, nett, lieb und höflich“ seien häufige Antworten gewesen, beschrieben sie. „Und das ist doch auch was.“ Den leisen Vorwurf eines Lehrers, man sei „zu unpolitisch“, konterten die Schülervertrtreterinnen mit dem Zitat einer anderen Lehrkraft: „Euer Jahrgang, der ist supi!“

Auch in einem nicht ganz so außergewöhnlichen Abi-Jahrgang gibt es außergewöhnliche Menschen. Mario Dänekas, Vorsitzender des Förderkreises, zeichnete folgende Schüler für herausragende Leistungen oder großes Engagement aus: Theresa Johannßen schaffte den „perfekten Abi-Schnitt“ von 1,0. Auf einen Schnitt von 1,1 kamen Jasmina Bier, Eva Rozanov und Jule Vogel, und Clemens Backhaus erreichte einen Schnitt von 1,3. Für ihren großen Einsatz für die Belange ihres Jahrgangs wurden zudem Lena Palkies und Niklas Beckmann ausgezeichnet.

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