Vier Chöre – ein Konzert: So kann Kirche begeistern

Ein Abend zum Genießen

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Vier Chöre bescherten den Zuhörern in der Christuskirche einen ganz besonderen musikalischen Abend. 

Syke - Von Ilse-Marie Voges. Ein ganz besonderer musikalischer Abend gelang am Freitag in der Christuskirche: Bis auf den letzten Platz war das Gotteshaus besetzt. Vier Chöre trafen sich unter einem Dach, sangen unter Leitung des Isländers Svavar Sigurdsson.

Ein Mann, der die Interpreten begeistern konnte, das Konzert und seinen 50. Geburtstag genoss, den Besuch seiner beiden Brüder, die aus Island angereist waren, ebenfalls. Spontan sang der Chor „Happy Birthday“, und ein sichtlich erfreuter Sigurdsson setzte sich an die Orgel.

Der Chorleiter sorgte mit launiger Moderation für heitere Stimmung, die vielen Sängerinnen und Sänger der Chöre für ein großartiges Klangerlebnis. Soul Inside aus Wiefelstede, die Living Voices aus Heiligenfelde, der Gospelchor aus Syke und der Kirchenchor Syke machten das Programm zum Hörgenuss.

Micha Keding hatte zuvor in Workshops mit den Chören gearbeitet. Der Hannoveraner Jazz- und Kirchenmusiker mit Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen hat etliche Stücke des Konzertprogramms arrangiert. Mozarts „Ave Verum“, „Gospel Train“ und das fröhliche „Somebody is knocking“ brachten die Besucher gleich zu Beginn richtig in Stimmung.

Füße stampfen und Hände klatschen, forderte Sigurdsson. Das klappte sofort. Das „Baumwollpflückerlied“ erinnerte an die Hitze in Lousiana, an Sklaven, die während ihrer schweren Arbeit sangen, schneller, immer schneller, um Gott mit Gesang um Hilfe zu bitten.

In der Pause bot die Kirchengemeine Wein, Kaltgetränke und Brezel am Buffet an. Eine nette Geste, die gern angenommen wurde.

Solisten im Mittelpunkt

Im zweiten Teil des Konzertes standen die Solisten im Mittelpunkt. „Er ist in Rente gegangen, seither singt er das Lied“, berichtete vergnügt der Chorleiter. Heiko Tietjen traf den Ton für das weltbekannte „What a wonderful World“ mit tiefer, schmeicheInder Stimme, erinnernd an Louis Armstrong.

„Wenn man singt, hat man einen guten Tag. Ich habe den heute“, freute sich Sigurdsson, und Solistin Birgit Fellermann begeisterte mit „Good Day“ ebenso wie der gesamte Chor. Es gab Bravorufe in der Kirche.

Bei Harry Belafontes „Turn the world around“ fand die immer wieder auftauchende karibische Leichtigkeit verbunden mit groovy Calypsorhythmen viel Anklang beim Publikum.

Das „Halleluja“ des kürzlich verstorbenen Leonard Cohen gehört zu den meist gecoverten Liedern der Welt. Ein außergewöhnliches Liebeslied, das auch heute immer wieder berührt. Der Abend war hörens- und erlebenswert. Zugaben wurden gefordert und erfüllt. So kann Kirche mit fröhlicher Stimmung begeistern.

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