Ab sofort

Testzentrum bei Wessels Hotel

Oberes Bild: Freuen sich gemeinsam über das neue Testcenter im ehemaligen Frühstücksraum von Wessels Hotel: Apotheker Rudolf Hesekamp, Unternehmer Dieter Kröger, Bürgermeisterin Suse Laue und Erster Stadtrat Thomas Kuchem (v.l.n.r.).
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Freuen sich gemeinsam über das neue Testcenter im ehemaligen Frühstücksraum von Wessels Hotel: Apotheker Rudolf Hesekamp, Unternehmer Dieter Kröger, Bürgermeisterin Suse Laue und Erster Stadtrat Thomas Kuchem (v.l.n.r.).

Syke – Der ehemalige Frühstücksraum von Wessels Hotel hat schon so einige Zweitverwendungen erlebt, seit das Hotel Geschichte ist. Zuletzt war er Sammellager für Spenden für die Flutkatastrophenregion Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ab sofort ist er Zentrum für Corona-Tests. Betreiber sind der Stuhrer Apotheker Rudolf Hesekamp und der Unternehmer Dieter Kröger, ebenfalls aus Stuhr.

Von nun an können sich alle Bürger dort täglich kostenlos testen lassen. Wochentags von 8 bis 12 und von 17 bis 19.30 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 13 Uhr. Keine Selbsttests unter Aufsicht, sondern professionelle Tests mit offiziellem Zertifikat, wie die Betreiber unterstreichen.

Bürgermeisterin Suse Laue ist froh und dankbar, zwei Wochen nach flächendeckender Einführung von 2G plus nun doch ein öffentliches Testzentrum im Stadtgebiet anbieten zu können. Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung von Anfang an gesagt, nicht selbst ein Testzentrum einrichten und betreiben zu können, aber privaten Anbietern jede mögliche Unterstützung zu gewähren. Der Frühstückssaal von Wessels Hotel war da von Beginn an eine Option: Das Gebäude ist in städtischem Besitz, verhältnismäßig gut in Schuss und der Raum für den Zweck geeignet. Eigentlich hätte die Stadt ihn jetzt den mobilen Impfteams des DRK zur Verfügung stellen wollen. Das kommt nun anders: Geimpft wird weiterhin einmal wöchentlich in der Olympiahalle, und der Raum in Wessels Hotel wird Testzentrum.

Eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung hat bei einem privaten Corona-Test in Stuhr den Kontakt zu den Betreibern hergestellt, erzählt die Bürgermeisterin, wie alles gekommen ist. Ziemlich schnell, übrigens. Vor acht Tagen war das erste direkte Gespräch, auf das sogleich eine Besichtigung folgte. „Da standen im Raum noch die letzten Sachen von der Spendensammlung“, sagt Erster Stadtrat Thomas Kuchem.

Grundsätzliche Einigkeit war schnell erzielt. „Die Räume sind sehr schön“, sagt Apotheker Rudolf Hesekamp. „Das wird ein Testzentrum mit Wohlfühlatmosphäre.“ Größe und Zuschnitt erlauben auch, innen einen kleinen beheizten Wartebereich einzurichten, damit man nicht draußen in der Kälte stehen muss.

Ablaufen wird das Ganze so: Mit dem Auto ist das Testzentrum ausschließlich über die Georg-Hoffman-Straße zu erreichen. Der Zugang von der Hauptstraße ist nur zu Fuß oder per Rad möglich. Drinnen werden bis zu vier Tester gleichzeitig bei der Arbeit sein. Testen lassen kann man sich grundsätzlich ohne Anmeldung und ohne Termin. Mit ist den Betreibern aber eindeutig lieber, weil dann die Abwicklung schneller und einfacher geht.

Die Tests sind für die Bürger kostenlos. Das Ergebnis kann man anschließend auf mehreren Wegen erhalten: Die Corona-Warn-App ist angeschlossen. Man kann sich die Zertifikate also darüber anzeigen lassen. Noch einfacher ist es, sich das Ergebnis per E-Mail aufs Handy schicken zu lassen. Als dritte Möglichkeit kann man es sich auch auf Papier ausdrucken lassen.

Dieter Kröger nimmt schon mal Platz für eine simulierte Testsituation.

Die Stadt hätte gerne, dass aus dem neuen Testzentrum bald auch ein Impfzentrum wird. Dass Apotheker auch impfen dürfen, ist zurzeit zwar in der politischen Diskussion, aber im Moment noch nicht erlaubt. „Wenn die Sache dann auf dem Tisch liegt, wäre ich durchaus bereit, darüber nachzudenken“, sagt Rudolf Hesekamp. „Im Moment ist das aber Kaffeesatzleserei.“

Ganz konkret sind hingegen die Vorbereitungen für ein zweites Testzentrum im Stadtgebiet. Anfang nächster Woche soll es auf dem Famila-Parkplatz im Hachepark-Center den Betrieb aufnehmen. „Dort war früher schon mal eines“, sagt Suse Laue. „Dies ist jetzt aber ein anderer Betreiber.“

Betreiberin, um ganz genau zu sein, ist Daniela Pleuß, studierte Sportwissenschaftlerin mit familiären Wurzeln in Syke. Derzeit lebt sie in Bremerhaven, leitet dort zwei Unternehmen in der Fitness-Branche und betreibt in der Seestadt schon zwei Testzentren. Bei der Suche nach weiteren möglichen Standorten „kam mir automatisch Syke in den Sinn“, erzählt sie. „Ich hatte auch gleich an den Famila-Parkplatz gedacht.“ Sie rief bei der Stadtverwaltung an, rannte dort offene Türen ein und die Stadt vermittelte den Kontakt zum Eigentümer. Da sei man sich sehr schnell einig geworden, so Pleuß. „Nur die Zulassung vom Gesundheitsamt hat dann etwas länger gedauert.“

Jetzt ist alles in trockenen Tüchern. Freitag sollen die Test-Container aufgebaut werden, Anfang nächster Woche geht’s dann los. Ob schon Montag oder erst Dienstag hängt vor allem davon ab, wann die Technik einsatzbereit ist. Auch hier soll es wieder mehrere Möglichkeiten geben, an sein Testergebnis zu kommen.

Die Öffnungszeiten stehen größtenteils schon fest. Wochentags durchgehend von 7 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr, „und sonntags müssen wir schauen, wie hoch der Bedarf ist“, sagt Daniela Pleuß. „Das ist das, womit wir starten wollen. Wir können die Zeiten später auch noch verändern.“

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Wessels Hotel:

www.testzentrum-syke.de Famila-Parkplatz: www.coronatestsyke.de

Von Michael Walter

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