Großbaustelle wegen Sanierung

B6 ab September bei Syke dicht – Dauer der Sperrung unbekannt

Auf der B6 bei Clues zwischen Steimke und Heiligenfelde fährt ein Lastwagen.
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Die B6 bei Clues zwischen Steimke und Heiligenfelde. Dort ist ab dem 6. September eine Großbaustelle.

Die Bundesstraße 6 zwischen Steimke und Heiligenfelde soll saniert werden. Wie lange die Sperrungen dauern sollen, ist allerdings unbekannt.

Heiligenfelde – Stell dir vor, die Bundesstraße vor deiner Haustür wird gesperrt und keiner weiß Bescheid. Das ist die Situation, in der sich die Stadtverwaltung gerade sieht. Das Straßenbauamt in Nienburg plant eine Sanierung zwischen Steimke und Heiligenfelde, und die Stadt müsse jeder einzelnen Information dazu quasi hinterherlaufen. Was sie bislang herausgefunden hat, stellte sie Mittwochabend im DGH Heiligenfelde im Rahmen der Ortsratssitzung vor.

Bürgermeisterin Suse Laue bemängelte dabei erneut die Informationspolitik der Straßenbauverwaltung in Nienburg. „Unsere aktuellen Informationen haben wir auf Nachfrage vom Landkreis erhalten. Von der Straßenbauverwaltung liegen uns bisher keine Daten vor“, schilderte sie ihre Misere.

B6 bei Syke teilweise einspurig befahrbar

Immerhin konnte sie berichten, dass die Baumaßnahme am 6. September beginnen soll. Nach ihrer Kenntnis soll die B 6 in Abschnitten zwischen der Steimker Mühle und der Einmündung Bültenkamp in Heiligenfelde einen neuen Belag erhalten.

Einen Zeitplan, insbesondere zur Dauer der Sanierungsmaßnahme, kennt sie bisher nicht. Voraussichtlich wird die B6 während der Bauphase in Teilabschnitten komplett gesperrt. Teilweise soll sie einspurig befahrbar sein. Alle weiteren Informationen stellte Suse Laue wie auch Bauamtsleiter Hein Sievers unter den Vorbehalt möglicher Änderungen.

Die Straße Am Schwarzen Meer. Eine Horrorvision für die Stadt wie für die Anwohner: Wenn hier ein Teil des Lkw-Verkehrs durchrollt, während die B6 gesperrt ist.

Sievers konnte immerhin schon einmal eine grobe Planung für die vorgesehene Umleitungsstrecke vorstellen. Auch die habe er nicht von Nienburg, sondern vom Landkreis Diepholz erhalten. Die offizielle Umleitung erfolgt demnach aus Richtung Hannover über die Heiligenfelder Straße, Kirchplatz und Königstraße (L356) und dann über Gödestorf und Schnepke weiter zur Kafu-Kreuzung.

Zusätzliche Umleitung über Syke-Henstedt?

Eine zusätzliche Umleitung könnte nach seinen Worten über Henstedt erfolgen. Der an die Wand geworfene Plan sah diese Strecke allerdings nicht vor. Das sei dann eher etwas für Ortskundige – was bei den anwesenden Einwohnern Befürchtungen auslöste. „Ortskundige suchen sich Schleichwege“, stellte die Bürgermeisterin fest. Zur Vorbeugung beabsichtigt die Stadt Syke, die möglicherweise betroffenen örtlichen Straßen, wie beispielsweise Am Schwarzen Meer oder die Clueser Straße mit Tonnagebeschränkungen zu versehen. „Damit können wir zumindest den Lkw-Verkehr auf diesen Straßen verhindern“, hofft Laue.

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Ortsbürgermeister Wilken Hartje bezog auch anwesende Einwohner in die Diskussion mit ein. Franz Vogel, ehemals selbst beruflich mit derartigen Fragen vertraut, regte an, den Hinweis auf die Sperrung auch rechtzeitig an die Hersteller von Navigationssystemen zu geben, damit diese die Umleitungsstrecke auch ausweisen. Außerdem solle die Stadt auf potenziellen Schleichwegen weitere Verkehrsbeschränkungen anordnen, damit diese Strecken auch für Ortskundige unattraktiv würden.

Komplette Sperrung von Ausweichroute gefordert

Wilfried Helms, selbst Anlieger der Straße Am Schwarzen Meer, befürchtet, dass auch Ortsfremde durch ihre Navigationssysteme auf diese Straße geleitet werden. Er schlägt eine komplette Sperrung vor. „Die Anlieger wissen sich schon zu helfen. Sie können in dieser Zeit über den Fuchsberg an- und abfahren“, schlägt er vor.

Der vorgestellte Plan sieht eine erste Sperrbake an der Einmündung der Königstraße vor. Für Franz Vogel gehört diese Bake aber schon an die Einmündung zur Heiligenfelder Straße, weil dort die Umleitung beginnt.

Aus dem Ortsrat kam die Anregung, vor Beginn der Baumaßnahme den Straßenzustand auf allen eventuellen Schleichwegen festzuhalten, um Beschädigungen später beim Straßenbaulastträger für die Bundesstraße geltend zu machen.

Die Bürgermeisterin, die am 12. September wieder für das oberste Amt im Syker Rathaus kandidiert, versprach, alle Anregungen bei den weiteren Überlegungen der Stadtverwaltung zu berücksichtigen und diese auch an den Landkreis und an die Straßenbauverwaltung weiter zu geben.

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