Öffnung in der zweiten Maiwoche geplant

Bilanz der Syker Tafel-Gutscheinaktion: 845-mal Hoffnung

Desinfektion inklusive: Diszipliniert warten die Tafelkunden bei der Gutscheinausgabe. Foto: Jantje Ehlers
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Desinfektion inklusive: Diszipliniert warten die Tafelkunden bei der Gutscheinausgabe.

Syke - Die nackten Zahlen allein sagen schon viel aus: 845 Gutscheine – 534 für Erwachsene und 311 für Kinder – hat die Tafel Syke bei ihrer Gutscheinaktion in den drei Ausgabestellen Syke, Weyhe und Bruchhausen-Vilsen in der vergangenen Woche ausgegeben. 845-mal Hilfe für bedürftige Menschen. Und 845-mal Hoffnung.

Als „vollen Erfolg“ bezeichnet Tafelsprecher Ralf Grey die Aktion in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse. Die Tafel Syke habe es „mit einer Minimalbesetzung“ geschafft, innerhalb kürzester Zeit des Ansturms Herr zu werden – all das unter Berücksichtigung des Mindestabstandes. „Unsere Kunden haben sehr diszipliniert gewartet, sich die Hände desinfiziert und die Gutscheine kontaktlos in Empfang genommen“, berichtet Grey. „Wir durften endlich wieder in ihre dankbaren Augen sehen.“

Nicht nur für Mitarbeiter und Kunden der Tafel drängt sich nach dieser Aktion eine Frage auf: Gibt es eine Wiederholung? Ralf Grey macht durchaus Hoffnung auf eine „Ausgabe 2“. Denn weil nicht alle der rund 1300 Tafelkunden ihren Gutschein abgeholt haben, ist noch einiges Geld „im Topf“. Die Kreissparkasse habe bereits signalisiert, diesen Betrag für eine weitere Ausgabe zur Verfügung zu stellen. „Jetzt warten wir noch auf weitere Spenden, die diesen Topf auffüllen“, erklärt Grey. Noch in dieser Woche soll die Entscheidung für oder gegen eine Wiederholung fallen.

In Sachen Geldspenden gibt es bei der Tafel eine bemerkenswerte Entwicklung: Seit die Einrichtung in den vergangenenWochen mehr im Fokus der Öffentlichkeit steht, hat das Spendenaufkommen zugenommen. „Erst wenn die Tafel nicht da ist, merkt man, was für eine Lücke das reißt“, so Grey. Er hat ein klareres Bewusstsein der Menschen für die Aktivitäten der Tafel ausgemacht.

Die Spenden kann die Syker Einrichtung gut gebrauchen: So werden die Einnahmeverluste, die mit der Schließung einhergehen, etwas eingedämmt. Immerhin nimmt die Tafel durch den kleinen Obolus der Tafelkunden monatlich einen vierstelligen Betrag ein, der für laufende Kosten verwendet wird: Miete, Personal, Fahrzeug- und Maschinenunterhalt.

„Und wie geht es weiter?“ So lautet die Frage, die Ralf Grey in jüngster Zeit am häufigsten zu hören bekam. Es tut sich was bei der Tafel: „Wir bereiten zurzeit die normalen Ausgaben von Lebensmittel für voraussichtlich die Kalenderwoche 20 vor“, so der Tafelsprecher.

Der Leitungskreis hat sich bereits an die Grobplanung gemacht – inklusive geänderte Abläufe unter Berücksichtigung der bestehenden Hygieneregeln. In der kommenden Woche geht es in die Detailplanung: Dienst- und Tourenpläne werden abgestimmt, Einzelhändler informiert. Grey: „Wir gehen erst mal davon aus, dass es läuft.“ Händler und Mitarbeiter stünden in den Startlöchern. „Wir sind froh, wenn es wieder losgeht.“

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