Jetzt mit noch mehr Praxis

GTS 2001 will nach Umgestaltung den Schwerpunkt Berufsorientierung erweitern

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Der GTS 2001 steht die größte Veränderung seit ihrer Eröffnung bevor. Aus der ursprünglichen Hauptschule mit Realschulzweig wird eine Oberschule mit angedockter Grundschule. Was bleibt, ist der starke Fokus auf die Berufsorientierung. 

Syke - Von Michael Walter. Die Umgestaltung der GTS 2001 kann beginnen: Das Kultusministerium in Hannover hat die Umwandlung der Haupt- und Realschule in eine Oberschule genehmigt. Ebenso das Andocken einer Grundschule.

Die GTS 2001 wird damit ab nächstem Sommer die einzige Schule im Umkreis sein, die durchgehend den Besuch vom ersten bis zum zehnten Jahrgang ermöglicht.

Zwar war auch schon bei der Eröffnung eine Grundschule auf dem Gelände an der Ferdinand-Salfer-Straße untergebracht, das war damals jedoch eine eigenständige Schule. Aufgrund sinkender Schülerzahlen wurde sie einige Jahre später aufgegeben und in die Grundschule am Lindhof integriert.

Für die älteren Jahrgänge bedeutet die Umgestaltung ihrer Schule vor allem: Die Unterteilung in Hauptschulzweig und Realschulzweig entfällt. Die Schüler werden gemeinsam unterrichtet.

„Die individuellen Fähigkeiten werden in den Blick genommen“

„In diesem Klassenverband wird streng binnendifferenziert gearbeitet“, erklärt die kommissarische Schulleiterin Petra Raue. „Das heißt, die individuellen Fähigkeiten werden in den Blick genommen. Im weiteren Verlauf erfolgt dann die Leistungsdifferenzierung: Wenn wir die Stärken der Schüler erkannt haben, werden sie von uns in Kurse eingeteilt – Erweiterungs- und Grundkurse. So kann noch mehr auf die Individualität eingegangen werden.“

Unverändert bleibt der starke Fokus auf die Berufsorientierung, für die schon die „alte“ GTS 2001 als Modellschule stand. Dieser Bereich soll sogar noch weiter gestärkt werden. Für Petra Raue geradezu eine logische Konsequenz. „Die GTS 2001 verfügt über hervorragend ausgestattete Werkräume, die sowohl im Schulgebäude selbst als auch im Werkhof gegenüber liegen. Diese Räume sind so eingerichtet, dass ähnlich wie in einer Ausbildungsstätte praxisorientiert gearbeitet werden kann.“

Dort lernen die Schüler Holz- und Metallverarbeitung, es gibt ein Elektrolabor, einen Schulgarten, zwei Küchen sowie ein für den Verwaltungsbereich ausgestattetes Übungsbüro.

Verstärkte Kooperation mit Syker Unternehmen

Die Schule verfolgt außerdem das Ziel, durch Kooperation mit Syker Unternehmen ihre Schüler früh mit den umliegenden Betrieben bekannt zu machen – und umgekehrt. Dafür möchte Petra Raue Expertentage einführen, an denen Unternehmer in die Schule kommen und gemeinsam mit den Schülern praktisch arbeiten. „Etwa, indem sie ihnen in einer Art Kurzlehrgang das Schweißen beibringen“, gibt die Schulleiterin ein Beispiel. „Im Gegenzug könnten die Schüler regelmäßig nachmittags in die Betriebe gehen.“

Um diese Form von Kooperationsmöglichkeiten auszuloten, hatte die GTS 2001 in der vorigen Woche bereits Vertreter von verschiedenen Syker Unternehmen zu Gast. „Alle waren begeistert von den Möglichkeiten, die die Schule mit ihren Werkstätten und Lernumgebungen anbietet“, zieht Raue ein erstes Fazit dieses Treffens. Einige hätten bereits zugesagt, neben ihrem theoretischen Know-how zum Aufbau von Schülerfirmen auch ihre praktischen Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen sowie ihre Unterstützung für den Theorieunterricht in Aussicht gestellt. Beispielsweise im Profilfach Wirtschaft und Verwaltung.

Nicht zuletzt die Präsentation von Heinz Jordan hatte laut Petra Raue zu diesem positiven Ergebnis beigetragen. Heinz Jordan ist Regionalsieger im Wettbewerb Jugend forscht und Träger des Sonderpreises für erneuerbare Energien auf Landesebene. Seine Präsentation habe bei den Besuchern tiefen Eindruck hinterlassen, so Raue.

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