Was sich alles ändert...

Aus GTS wird Oberschule: Kleiner Blick in die Zukunft

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Selbstgemachte Crêpes als kleine Stärkung zwischendurch: Bei dem, was es an der GTS 2001 gestern alles zu sehen gab, kam das vielen Besuchern gerade recht.

Syke - Von Michael Walter. Wenn im August das neue Schuljahr beginnt, wird vieles an der GTS 2001 nicht mehr so sein, wie es bisher war. Der Unterricht wird anders organisiert, eine Grundschule kommt hinzu und auch der Name dürfte dann hinfällig sein. Denn mit der Umwandlung von einer Haupt- und Realschule zur Oberschule gibt es auch keinen verpflichtenden Ganztagsunterricht an vier Tagen pro Woche mehr.

Die neuen Schüler und ihre Eltern konnten sich gestern beim Tag der offenen Tür direkt an der Schule informieren, was sie dort nach den Sommerferien erwartet. Die einzelnen Jahrgänge hatten dazu ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Vorführungen, Mitmachaktionen, Essen und Trinken organisiert. Die Schulleitung informierte in Gesprächsrunden über Organisatorisches und ging auf Fragen ein.

Das wichigste für die Schüler der jetzigen Jahrgänge sechs bis zehn: Für sie ändert sich erstmal nichts. „Wer jetzt im Hauptschulzweig ist, bleibt im Hauptschulzweig, und wer auf dem Realschulzweig ist, bleibt auf dem Realschulzweig“, bestätigte Leiterin Petra Raue. Die Oberschule rückt quasi von unten nach. Mit dem neuen fünften Jahrgang nach den Ferien.

Dieser erste neue Jahrgang der neuen Schulform wird laut Raue durchgehend gemeinsam unterrichtet. Erst im folgenden Jahr werden die (dann) Sechstklässler auch Kursunterricht in Mathe und Englisch bekommen – orientiert an ihrer Leistungsstärke. Noch ein Jahr darauf wird der Kursunterricht auf weitere Fächer ausgedehnt. Und mit der neunten Klasse folgt dann eine deutliche Differenzierung in Richtung Hauptschulabschluss und Realschulabschluss. „Wahrscheinlich“, betont Petra Raue. „Endgültig wissen wir das noch nicht.“ Der Vorteil des neuen Systems gegenüber dem alten ist laut Raue eine größere Durchlässigkeit in beide Richtungen.

Am Nachmittag nur noch zweimal verpflichtend

Fest steht bereits jetzt: Verpflichtenden Nachmittagsunterricht gibt es an der neuen Oberschule nur noch an zwei Tagen pro Woche. An den beiden anderen ist die Teilnahme am Nachmittag freiwillig. Freitags ist ohnehin mittags Schluss. Die jetzige „vollgebundene“ Ganztagsschule gibt es dann nicht mehr.

„Vor allem die jüngeren Jahrgänge haben mehr und mehr Probleme, sich nachmittags zu konzentrieren“, erklärt Raue. „Mathe am Nachmittag – das hat nicht mehr funktioniert.“ Außerdem habe eine Umfrage unter den Eltern ergeben, dass das Interesse an verpflichtendem Nachmittagsunterricht an vier Tagen pro Woche deutlich zurückgegangen sei.

Betroffen davon ist vor allem der berufsorientierte Nachmittagsunterricht im schuleigenen Werkhof, der bisher das wichtigste Element im Konzept der GTS 2001 gewesen ist. Zum Ausgleich möchte Petra Raue in diesem Bereich mehr Angebote im Wahlpflichtbereich machen und dazu örtliche Betriebe als Kooperationspartner einbinden. „Wir haben eine Elektrowerkstatt, eine Metallwerkstatt und eine Holzwerkstatt, die so gut ausgestattet sind, dass wir dort sogar Prüfungen abnehmen könnten“, sagt Raue.

Schülerfirmen wieder reaktivieren

Die Leiterin möchte auch die weitgehend eingeschlafenen Schülerfirmen wieder reaktivieren. Ein erster Schritt in diese Richtung: Die Cafeteria soll von einer Schülerfirma betrieben werden.

Größte offene Frage im Hinblick auf die neue Grundschule: Welche Lehrer stehen dafür zur Verfügung. Klar ist: Es wird ein Teil des Kollegiums der Grundschule am Lindhof mit umziehen und ein Teil des GTS-Kollegiums an der Grundschule arbeiten. „Bis jetzt steht aber lediglich ein Name fest“, sagt Raue. Über den Rest muss die Landesschulbehörde erst noch entscheiden.

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