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20. Barrier Gewerberschau vom 9. bis 11. September

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Von: Michael Walter

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Zum letzten Mal gab es 2019 einen Herbstmarkt mit Gewerbeschau in Barrien. 2021 hatte der Werbering die bereits fertig geplante Veranstaltung wegen Corona komplett um ein Jahr verschoben.
Zum letzten Mal gab es 2019 einen Herbstmarkt mit Gewerbeschau in Barrien. 2021 hatte der Werbering die bereits fertig geplante Veranstaltung wegen Corona komplett um ein Jahr verschoben. © Husmann, Heinfried

Die Vorbereitung auf die 20. Barrier Gewerbeschau läuft auf Hochtouren. Geplant ist die Schau für 9. bis 11. September.

Barrien – Es sind oft gerade die kleinen Dinge, die große Wirkung entfalten. Bei Christian Eilers war es jetzt ein eher beiläufiges Gespräch, das zunächst hektische Aktivität auslöste. In der Konsequenz hat es aber bewirkt, dass der Werbering Barrien für das Wochenende vom 9., 10. und 11. September weiterhin seine Gewerbeschau planen kann. „Es war richtig, richtig auf der Kippe“, betont der Werbering-Vorsitzende überdeutlich.

Keine Aussteller der ursprünglich für 2020 geplanten Gewerbeschau abgesprungen

Blick zurück: Der Werbering veranstaltet seine Gewerbeschau im Zwei-Jahres-Rhythmus auf dem Gelände des Wasserbeschaffungsverbands Syker Vorgeest und der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) am Handelsweg. 2019 war die bisher letzte Schau: Im ersten Corona-Jahr 2020 war turnusgemäß Pause. 2021 hatte der Werbering zwar zunächst noch optimistisch für den September geplant, musste dann aber relativ kurz vor dem Ausstellungstermin wegen Corona doch noch die Reißleine ziehen. Die gesamte Veranstaltung wurde kurzerhand komplett um ein Jahr verschoben.

Alle Verträge und Verabredungen sind gültig geblieben. Mit dem Zeltverleih, mit den Ausstellern, mit der Veranstaltungstechnik und, und, und. „Von der Klofrau bis zum Landrat hatten wir mit allen Beteiligten gesprochen“, erzählt Christian Eilers. Nur dass der Landkreis für die Feuerwehrausbildung dieses Jahr einen Umbau auf dem FTZ-Gelände plant, ist dabei wohl untergegangen. Davon erfuhr Christian Eilers erst jetzt quasi nebenbei. Das Problem: Durch den Umbau würden unterm Strich zehn Meter Platz für die Ausstellungszelte fehlen.

Das ist der Punkt, an dem Christian Eilers anfängt, Lobeshymnen zu singen. Ganz besonders auf den stellvertretenden Kreisbrandmeister Hartmut Specht, den Ausbildungsleiter Thomas Meyer und den zuständigen Fachbereichsleiter beim Landkreis Klaus Speckmann. Keine 24 Stunden nach seiner SOS-Mail sei Eilers mit allen dreien über das Gelände gegangen, um eine Lösung zu finden, „wie die Gewerbeschau stattfinden kann, ohne dass der durch Corona ohnehin schon stark eingeschränkte Lehrgangsbetrieb zusätzlich gestört wird“.

Wegen Umbau der FTZ muss die Gastronomie ins Festzelt ziehen

Die Lösung: Eines der Ausstellungszelte wird jetzt kürzer als bisher. „Das Zelt-Restaurant wird wegrationalisiert“, erklärt Eilers. „Dadurch spare ich die zehn Meter und habe sogar noch ein paar Ausstellungsstände mehr, die wir jetzt noch nachträglich vergeben können. Die Gastronomie zieht dafür um ins Festzelt. Das steht auf der anderen Seite vom Zaun auf dem Gelände der Wasserversorgung.“

Für zukünftige Gewerbeschauen sieht Eilers im Umbau bei der FTZ übrigens keine Probleme. „Wenn man das rechtzeitig weiß, kann man auch entsprechend planen. Unser Problem war ja, dass wir die Stände im Ausstellungszelt genau so vergeben hatten, wie es 2019 belegt war. Das kann man dann ab einem gewissen Punkt nicht mehr alles neu disponieren.“

Jetzt drückt Eilers auf die Tube: „Es darf keine Zeit verloren werden, denn es sind nur noch knapp fünf Monate bis zur Eröffnung.“ Es gelte, Zeit und Boden gutzumachen. „Als Jubiläumsveranstaltung soll die 20. Gewerbeschau etwas ganz Besonderes werden.“

Höhepunkte der Barrier Gewerbeschau: Helikopter-Rundflüge, Zelt-Disco und Oktoberfest

Ein Highlight sind die Helikopter-Rundflüge, von denen schon über 60 verkauft sind. Am Eröffnungs-Abend soll es eine große Zelt-Disco geben, am Samstag ein Oktoberfest und am Sonntag Kinder- und Seniorenangebote. Dazu kostenlose Fahrten im Musikexpress und in den anderen Karussells. „Damit alles reibungslos klappt, müssen jetzt alle Beteiligten aus dem Winterschlaf geholt und mobilisiert werden“, sagt Eilers. „Wer noch gute Ideen oder Angebote hat, der kann sich beim Marktmeister-Team des Werberings Barrien melden.“

Wichtig ist dem Vorsitzenden der Hinweis: Wer sich voriges Jahr schon angemeldet hatte, braucht das nicht noch mal zu machen. „Die Anmeldungen haben nach wie vor Gültigkeit. Das gilt auch für bereits 2021 gekaufte Flugtickets für die Hubschrauberrundflüge.“

Ein Wermutstropfen sind laut Christian Eilers allerdings die extrem angezogenen Preise in allen Bereichen. „Die Zelte, der Aufbau, Energie, Material: Nahezu alles ist erheblich teurer geworden.“ Die Aussteller sollen das aber nicht ausbaden. „Sie zahlen den bereits 2020 vereinbarten Preis für ihre Stände – so fair sind wir, und in diesen sauren Apfel werden wir beißen.“ Heißt: Der Werbering begleicht die Differenz aus eigener Tasche. „Das ist unser Dankeschön, weil wirklich niemand abgesagt hat!“

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