2019 und 2020 mit Überschuss abgeschlossen

Zwei neue Gesichter im Vorstand der Initiative Sulingen

Der Vorstand der Initiative Sulingen.
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Der Vorstand der Initiative Sulingen in neuer Zusammensetzung: Mirco Kohröde, Silke Bosse, Sven Horstmann, Philipp Leymann, Claas Gerdes, Thomas Wolter und Björn Beuke (von links).

Sulingen – Neue Gesichter und neue Projekte: So lässt sich die Jahreshauptversammlung der Initiative Sulingen am Montagabend zusammenfassen.

Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Marc Steen kandidierte nicht erneut. Vorsitzender Philipp Leymann würdigte ihn als „echte Stütze“ für fast zehn Jahre und verabschiedete ihn mit einem Präsent. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung den bisherigen Beisitzer Thomas Wolter. Als neue Beisitzer verstärken Mirco Kohröde und Claas Gerdes das Gremium, die Versammlung bestätigte Philipp Leymann, Kassenwart Björn Beuke und Beisitzer Sven Horstmann in ihren Ämtern.

Der vierte Beisitzerposten bleibt weiterhin vakant. Man habe schon immer Schwierigkeiten gehabt, den Vorstand ordnungsgemäß zu besetzen, räumte der Vorsitzende ein. Deswegen habe man seit Anfang 2019 Silke Bosse als Assistentin des Vorstands dabei, und diese Entscheidung sei „absolut richtig“ gewesen: „Sie ist der ,gute Geist‘ der Vorstandssitzungen.“ Dennoch warb er um weitere Engagierte: „Jeder ist eingeladen, an den Vorstandssitzungen teilzunehmen.“

Mit einem Präsent verabschiedete Philipp Leymann (links) Marc Steen nach dessen Ausscheiden aus dem Vorstand der Initiative Sulingen.

Björn Beuke gab einen Überblick über die Entwicklungen der Finanzen der Initiative. So verzeichnete der Verein im Jahr 2019 mit „Informa“, Altstadtfest und anderen Veranstaltungen Einnahmen von 191 232,33 Euro bei Ausgaben von 165 819,10 Euro, was einen Überschuss von 25 413,23 Euro ergibt. Bemerkenswert: Die „Informa 2019“ konnte mit einem Überschuss von rund 8 000 Euro abgeschlossen werden – für die Auflage von 2016 hatte man ein Defizit verbucht. Mit Ausnahme des Herbstfestes gab es 2020 keine Veranstaltungen, es blieb bei 43 080,91 Euro an Einnahmen und 34 212,10 Euro an Ausgaben – Überschuss: 8 868,81 Euro. Die Prüfung der Buchführung durch Olaf Hammer und Frank Sielke ergab keine Beanstandung. Beide werden auch im kommenden Jahr die Kasse prüfen.

Kurz halten konnte Philipp Leymann den Rückblick auf die Aktivitäten der Initiative Sulingen. Zusammen mit Markus Liebs und der Unterstützung verschiedener Betriebe habe man kostenloses W-Lan an der Langen Straße ermöglicht. Die Nutzung sei allerdings rückläufig, aktuelle Mobilfunkverträge bieten den Nutzern ein größeres Datenvolumen. Man habe sich dafür eingesetzt, die Straße verkehrsdurchgängig zu halten: Die Fahrradstraße sei ein guter Kompromiss, denn man wolle hier weder eine Fußgängerzone noch eine „Rennstrecke für Spaßfahrten“. Zudem habe die Initiative den Arbeitskreis „Tapetenwechsel“ begleitet. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, nicht nur in dieser Frage, sei immer gut gewesen, sowohl Bürgermeister Dirk Rauschkolb als auch Wirtschaftsförderer Andreas Nordloh hätten an fast jeder Vorstandssitzung teilgenommen.

Kein Weihnachtsmarkt – aber Lotterie

2019 habe fast die Hälfte der Geschäfte an der Langen Straße keine Beiträge für die Weihnachtsbeleuchtung gezahlt. 2020 sei angesichts der Pandemie auf eine Umlage verzichtet worden, stattdessen zahlte die Stadt einen Zuschuss von 4 000 Euro. Leymann: „Wir müssen sehen, wie es 2021 weitergeht.“

Auch in diesem Jahr entfällt der Weihnachtsmarkt. Wie Andreas Nordloh erläuterte, müssten für solch eine Veranstaltung sehr hohe Auflagen erfüllt werden, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden – „dann lieber richtig im nächsten Jahr.“ Nach dem Ausfall im Vorjahr soll es diesmal die Weihnachtslotterie geben. Allerdings würden ausschließlich Geldpreise verlost, nachdem 2019 das Auto als Hauptpreis nicht vergeben werden konnte und es auch immer schwieriger werde, ein Fahrzeug im Kostenrahmen zu bekommen.

„Frühs(c)hoppen“ am kommenden Sonntag

Zuvor steht am kommenden Sonntag die Aktion „Frühs(c)hoppen mit Streetfood“ ab 11 Uhr an. Die Lange Straße werde dafür gesperrt, erläuterte Silke Bosse. Es werde deutlich mehr und andere kulinarische Angebote als bei anderen Veranstaltungen der Initiative geben. Geplant seien zudem Attraktionen für Kinder sowie Sitzgelegenheiten zum Essen; rund um die Stände müssten Masken getragen werden, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann. Die Geschäfte könnten in der Zeit von 12 bis 17 Uhr öffnen.

Für 2022 legte die Versammlung als verkaufsoffene Sonntage das Frühlingsfest am 27. März, den „Tag der Regionen“ am 26. Juni und das Herbstfest am 9. Oktober fest. Der Vorstand habe sich bewusst dagegen entschieden, das Herbstfest auf den 2. Oktober zu legen, um auch den Mitarbeitern der Mitgliedsbetriebe das durch den Feiertag am 3. Oktober verlängerte Wochenende „zu gönnen“, so Philipp Leymann. Claus Wilhelm Vocke hatte angeregt, zudem einen verkaufsoffenen Sonntag am 9. Januar zu planen in Verbindung mit einem „Winterfest“; sein Antrag wurde jedoch bei nur zwei Ja-Stimmen mehrheitlich abgelehnt.

Grünes Licht für digitale „Citylight“-Vitrine

Zustimmung gab es – bei drei Enthaltungen – für die Anschaffung einer digitalen Variante der „Citylight“-Vitrinen. Sie sei zwar sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt deutlich teurer als das bisher genutzte analoge Modell, führte Thomas Wolter aus, ermögliche aber mehr Werbung. Bisher werde jeweils montags das Plakat in den Vitrinen ausgetauscht. In der digitalen Version würden die Motive per LED angezeigt, das Motiv könne in regelmäßigen Abständen gewechselt werden, sodass auch eine gleichzeitige Belegung durch mehrere Werbetreibende möglich sei. Die digitale Vitrine soll ihren Standort an der Nienburger Straße erhalten. Das dortige analoge Modell wird an die Bassumer Straße versetzt, als Ersatz für die im Vorjahr bei einem Verkehrsunfall zerstörte Vitrine.

Andreas Hollberg aus dem Vorstand des Aktionsbündnisses Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde (AEBB) stellte die Arbeit des Vereins vor. Das langfristige Ziel sei, den Schienenpersonenverkehr wieder nach Sulingen zu holen mit dem Mittelzentrum als Knotenpunkt, von dem aus jeweils Diepholz, Bassum, Nienburg und Rahden in unter 30 Minuten zu erreichen wären. „Es kann für Sulingen nur gut sein, wenn die Bahn wieder kommt“, begründete Claus Wilhelm Vocke seinen Antrag, wonach die Initiative dem AEBB beitreten solle. Dies beschloss die Versammlung, bei einer Gegenstimme und sieben Enthaltungen.

Die Initiative Sulingen werde noch zu oft rein über die Veranstaltungen wahrgenommen, das solle sich künftig ändern: „Wir wollen uns mittelfristig auf neue Projekte konzentrieren“, kündigte Philipp Leymann an.

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