Langfristige Bindung

Stadt Sulingen gewährt Zuschuss für die Mühle Labbus

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Beim Mühlenfest 2018 war die Mühle Labbus noch kopflos. Das soll sich bald ändern.

Sulingen - Die Mitglieder des Mühlenvereins Labbus können bei ihren Bemühungen um die Restaurierung des Galerieholländers im Sulinger Osten voraussichtlich auf Unterstützung aus der Sulinger Stadtkasse zurückgreifen. Die Angehörigen des Ausschusses für Bau, Ordnung und Verkehr sprachen sich in öffentlicher Sitzung am Dienstagabend dafür aus, den zweiten Bauabschnitt mit 30.000 Euro zu bezuschussen; unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Entscheidung trifft der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 20. Dezember; nach Vorberatungen durch die Beigeordneten des Verwaltungsausschusses in der Vorwoche.

Ausschussmitglied Uwe Overhoff forderte für die Fraktion der Freien Wähler Dienstagabend Nachverhandlungen durch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung: „Wenn so viel Geld fließt, muss sichergestellt sein, dass die Mühle langfristig öffentlich zugänglich gemacht wird; etwa in der Funktion als Trauzimmer oder als Museum.“ Die Fraktion der Freien Wähler wüsste um das Bestehen eines Vertrages zwischen Mühlenverein und Eigentümer; „ohne Details zu kennen, wie etwa Vertragslaufzeit.“

Das Engagement der Mühlenvereins verdiene Anerkennung, „aber es muss sichergestellt sein, dass nicht Fremde Einfluss nehmen“; etwa nach einem Verkauf der dann restaurierten Mühle an Dritte.

Elisabeth Wamhoff (SPD) und Rita Mohrmann (CDU) stellten sich für ihre Fraktionen hinter das Ansinnen Overhoffs.

Rita Mohrmann: „Uns ist wichtig, dass die Mühle wieder als solche zu erkennen ist. Deshalb wollen wir das Projekt unterstützen. Die Bedenken der Freien Wähler sind berechtigt.“ Elisabeth Wamhoff: „Wir sehen in dem Zuschuss eine einmalige Förderung des Engagements des Vereins. Die Einlassung der Freien Wähler ist für uns nachvollziehbar.“

Im Ergebnis sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, den zweiten Bauabschnitt finanziell zu fördern; vorausgesetzt, die Kooperation zwischen Mühlenverein und Eigentümern der Mühle ist auf die Dauer von mindestens 20 Jahren ausgelegt.

Erst Mitte November hatte der Mühlenverein gemeldet, dass die Finanzierung des ersten Bauabschnittes sichergestellt sei. Noch in diesem Jahr sollten der Neubau der Mühlenkappe samt Windrose und die Arbeiten an den Füßen der Mühle beginnen. Kalkuliert werden sie mit Kosten in Höhe von 100.000 Euro. Neben Eigenmitteln stehen Gelder aus den Töpfen der Europäischen Union und der Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung.

Der zweite Bauabschnitt umfasse die Erneuerung der Flügel und den Neubau der Galerie, die für die Bedienung der Bremse und der Jalousienklappen der Flügel notwendig ist.

In der geplanten dritten Phase wird die noch komplett vorhandene technische Einrichtung im Inneren der Mühle erneuert.

Laut Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb kalkuliere der Mühlenverein die Kosten für den zweiten Bauabschnitt mit 110.000 Euro. Neben dem Zuschuss der Stadt hoffe der Vorstand auf weitere Zuwendungen der Europäischen Union, von Stiftungen und wolle weiter Eigenmittel einsetzen.

Seit 2013 ist die Mühle kopflos. Mitarbeiter einer Firma aus Rahden hatten die Kappe des denkmalgeschützten Gebäudes aus Sicherheitsgründen abgetragen. 

oti

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