„Zusammenarbeit ist super“

Weihnachtsmarkt: Lebenshilfe und Initiative Sulingen bündeln zum zehnten Mal Kräfte

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Vertreter der Initiative Sulingen begannen beim Weihnachtsmarkt mit dem Losverkauf für die Weihnachtslotterie.

Sulingen - Zum zehnten Mal bündelten die Lebenshilfe Grafschaft Diepholz und die Initiative Sulingen am Wochenende ihre Kräfte: Das Projekt „Sulinger Weihnachtsmarkt“ war unter finanziellen und personellen Aspekten eine Win-win-Angelegenheit.

Viele gute Ideen waren in die Vorbereitung der zweitägigen Veranstaltung geflossen, dennoch lief der Besuch am Samstag schleppend an. Am Angebot lag es nicht. Schüler und Mitarbeiter der Qualifizierungsstufe der Lebenshilfe der Standorte Rehden und Diepholz, Thouarsstraße, verkauften Produkte aus eigenen Werkstätten. Torben Neumann und Leon Busch gaben bereitwillig Aufschluss über die Herstellung von Schlüsselanhängern, Taschen, Holzsternen oder „Schoko-Crossies“. „Manche sind außerdem interessiert an unserem Konzept“, erklärte Mia Schlottmann (Team Qualifizierungsstufe). Unter die Kunsthandwerker aus der Region hatten sich auch Ayse Cali (Café am Stadtsee) und Regina Hoier („Sulingen trifft Wolle“) gemischt, um frisch gerösteten „Sulebun“-Kaffee (wir berichten noch) und die letzten zwei freien Plätze für das Wollefest 2018 zu bewerben.

Bianca Voß aus Walsrode belegte mit Waldorfpuppen und Co. erstmals einen Stand in Sulingen. Sie zeigte sich enttäuscht: „Schade, die Leute haben wenig Interesse.“ Dr. Ernst Funck, der sich spontan zu den Ausstellern gesellt hatte, um die letzten Adventskalender der „Stiftung Kirche für Sulingen“ an den Mann und an die Frau zu bringen, genoss dagegen Heimvorteil: „Das Geschäft ist mühsam, aber viele Marktbesucher bleiben für einen kurzen netten Schnack stehen.“

Der Sulinger Weihnachtsmarkt bot Gelegenheit, sich auf die Adventszeit einzustimmen. 

Bei den Vertretern der Initiative Sulingen war der Umsatz gut: Sie starteten beim Weihnachtsmarkt ihre Weihnachtslotterie. „Wir haben diesmal 25 000 Lose, 5 000 mehr als im vergangenen Jahr. Ab Montag sind sie in allen Mitgliedsbetrieben erhältlich“, sagte Marc Steen. In der ersten halben Stunde schlug er zehn Mal die Glocke für glückliche Gewinner einer Pute: Die Zusatzverlosung war der Bonus für Lotterielos-Käufer auf dem Weihnachtsmarkt.

Für Kinder stand ein beheiztes Zelt mit Lese-, Kuschel- und Bastelecke zur Verfügung, die von den Mitarbeiterinnen der Kitas „Lindenblüte“ und „Am Nordsee“ betreut wurde. Hier gab am Sonntag Puppenspielerin Maria Schupp aus Diepholz eine Vorstellung. Vor den Getränke- und Süßigkeitenbuden auf dem Kleinen Markt drängte sich die Kundschaft. Laut Margret Herzog (Lebenshilfe in Sulingen) brachten sich erstmals die Inklusions-Handballer in die Kooperation zwischen TuS-Fußballern und Lebenshilfe ein.

Sozialverträgliche Preise 

Insgesamt „ist die Zusammenarbeit super“, befand Herzog. Für die Organisation des Marktes zeichnete die Lebenshilfe verantwortlich, die Werbegemeinschaft und der Verein „Initiative hilft Kindern“ unterstützten finanziell. „So konnten wir etwa den Preis für die Karussellfahrten sozialverträglich auf einen Euro begrenzen.“ Die Stadt habe sich mit logistischer Hilfe beteiligt. Auf ihr Konto gehen etwa die kostenlosen Busfahrten für Weihnachtsmarktbesucher aus den Gemeinden an der Linie 138 (Nienburg – Sulingen), die am Wochenende Gäste aus dem Umland ziehen sollten. 

mks

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