Sulinger Verein

Ausstellung der Vogelfreunde: Zucht mit Liebe und Herzblut

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Die Wanderpokale räumten Vorsitzender Wilfried Sandmann (l.) und sein Stellvertreter Günter Tödtemann ab. - Fotos:

Sulingen - „Die Vogelzucht ist ein Super-Ausgleich zum beruflichen Stress: Man kann dabei gut ‚runterfahren‘“, sagten Torsten Schmidt und Karl-Heinz Lampe aus Warmsen. Nach einigen Jahren Hobby-Vogelhaltung hatten sie im letzten Jahr beschlossen, die Sache „richtig“ anzugehen.

Beim Besuch der Vogelschau 2016 hatte sich der Kontakt zu den Vogelfreunden Sulingen und Umgebung ergeben. In diesem Jahr waren sie als Mitglieder und als zwei der 20 gelisteten Aussteller auf der Schau vertreten – zwar ohne große Ambitionen, aber mit Überzeugung: „Es macht Spaß, sich mit anderen auszutauschen. Und man lernt viel dazu.“

Das Organisationsteam hatte die Halle des Autohauses Habighorst am Donnerstag für den Einzug der 66 Großsittiche und Papageien, 84 Kanaren und Waldvögel, acht Wellensittiche und 60 Exoten vorzubereiten. „Da steckt viel Liebe und Herzblut drin“, betonte Vorsitzender Wilfried Sandmann. Der Verein sei dankbar für die Nutzungsmöglichkeit der idealen Räumlichkeiten im Autohaus Habighorst, aber auch über das Entgegenkommen des Gartenbaubetrieb Höfener aus Varrel, der aus alter Verbundenheit Blumenschmuck zur Verfügung stelle.

Finanziert werde die Schau durch eine Kaffeetafel und die traditionelle Tombola. „Geschäftsleute aus der Region sponsern Preise und Gutscheine – das hilft uns über den Berg“, sagte Sabine Kammacher.

Am Freitag hatten die Zuchtrichter Winfried Beger (Sulingen) und Bernd Wiedemann (Petershagen) sowie Peter Knoll und Ulrich Völker (Duderstadt) die ausgestellten Vögel nach Kriterien wie Haltung, Größe, Kondition, Farbe und Gefieder bewertet. „Viele Vereine verzichten inzwischen aus Kostengründen darauf“, sagte Wilfried Sandmann. Die Sulinger Vogelfreunde legen Wert auf das externe Urteil. Es gibt wichtige Anhaltspunkte für die Verbesserung der Zucht, ist aber auch Gradmesser für mögliche Chancen bei der Landesschau.

Torsten Schmidt und Karl-Heinz Lampe aus Warmsen (v.r.) stellten das erste Mal ihre Zuchtergebnisse vor.

Die besten Einzelbeurteilungen erhielt die Zuchtgemeinschaft Riechers, Ohlensehlen (Großsittich und Wellensittich) sowie die Züchter Andreas Stamm, Wildeshausen (Kanarien), Mike Klußmann, Kuppendorf (Waldvogel) und Günter Tödtemann, Wagenfeld (Exoten).

Vereinsmeister ihrer Sparten wurden Wilfried Sandmann, Varrel (Großsittiche), Stephan Müller, Barenburg (Farbkanarien), Andreas Stamm, Wildeshausen (Positurkanarien), Mike Klußmann, Kuppendorf Waldvögel), Günter Tödtemann, Wagenfeld (Exoten) und die Zuchtgemeinschaft Riechers, Ohlensehlen (Wellensittiche).

Bauchtänzerinnen aus Wagenfeld und Barnstorf hatten in diesem Jahr die ehrenvolle Aufgabe, Volieren und Vitrinen zu bewerten. „Wir sind nicht vom Fach, aber allesamt Tierfreunde“, betonten Claudia Niemann und Nellie Meier. Neben der artgerechten Ausstattung und dem Vorhandensein von Rückzugsmöglichkeiten spielte vor allem der Gesamteindruck bei ihrer Bewertung eine Rolle. Die Wanderpokale räumten Vorsitzender Wilfried Sandmann und sein Stellvertreter Günter Tödtemann ab. „Das ist schon ein bisschen peinlich“, kommentierte Sandmann.

Er versicherte aber, nach 25 Jahren Vereinsmitgliedschaft zum ersten Mal ganz oben auf dem „Treppchen“ zu stehen. 

mks

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