Zirkusfamilie Köllner beeindruckt Sulinger Publikum mit Akrobatik und Tierdressur

„Wir lieben dieses Leben“

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Karl Heinz Köllner lässt die Pinto-Schecken das Publikum begrüßen.

Sulingen - „Solange am Himmelszelt helle Sterne stehen, wird unsere bunte Zirkuswelt nicht untergehen“: Der Gruß, mit dem sich Familie Köllner in Reimform verabschiedete, klang wie ein Versprechen. Dabei zeigte sich manch ein Zuschauer in Sulingen überrascht, dass sich ein Zirkus der alten Schule in der heutigen Zeit behaupten kann.

Der Applaus des Publikums galt den beachtlichen Akrobatik- und Dressurvorführungen, aber auch dem Konzept des Familienunternehmens. Familie Köllner tourt in der vierten Generation mit ihrem „Circus Atlantik“ durch die Lande. Das Programm bestreiten aktuell Marina und Karl Heinz Köllner mit ihren Kindern Janina (18), Robert (16), Sandro (14) und Jason (10), jedes Familienmitglied ist in unterschiedlichen Rollen im Einsatz – nicht nur in der Manege. Ein Onkel und zwei Cousins verstärken ihr Team als Pfleger der fast 50 Tiere. Stolz ist die Familie auf die wiederholte Auszeichnung für hervorragende Haltung.

Dressurnummern ließen Kinder und Erwachsene staunen: „Tierisch gute Unterhaltung“ bot etwa der Dreier-Zug herausgeputzter Pinto-Schecken, die auf Kommando von Karl Heinz Köllner Figuren liefen oder die Friesenhengste Zorro und Pegasus, die sich im Walzertakt bewegten. Auch die Pudelnummer begeisterte: Die quirligen Vierbeiner tobten über eine Rutsche, sprangen durch Reifen oder schoben sich gegenseitig im Puppenwagen durch die Manege.

Respekt zollte das Publikum den artistischen Einlagen. Karl Heinz Köllner balancierte sechs Stühle mit einem Gesamtgewicht von 25 Kilogramm auf seinem Kinn. Und als „Zugabe“ eine auf einem Stuhl sitzende junge Besucherin aus dem Publikum.

Luft- und Bodenakrobatik zeigte Tochter Janina. Sie war unter anderem am schwingenden Vertikalseil und als „Kautschuk-Dame“ zu sehen, die ihren Körper scheinbar mühelos verbiegen kann.

Ihre Brüder waren als Clowns, Tiertrainer oder ebenfalls als Akrobaten in das Programm eingebunden. Der 14-jährige Sandro bot einen Balanceakt auf einer Stuhl-Pyramide. „Er wird die Artistenschule in Berlin besuchen. Sein größter Traum ist, eine Trapez-Nummer einzustudieren“, verriet Marina Köllner.

In der Pause waren Steppenkamele, Pferde und Tigerpythons zum Streicheln freigegeben. Mit einer Schulterhöhe von rund zwei Metern beeindruckten die „Trampeltiere“ schon allein durch ihre Größe. Es waren vor allem die Jüngsten, die sich trauten, auf ihrem Rücken Platz zu nehmen. Eltern und Großeltern lehnten dankend ab: Sie zückten derweil ihre Kameras.

Am Wochenende gab der „Circus Altlantik“ drei Vorstellungen auf dem Informa-Gelände in Sulingen, am Montag zieht die Familie weiter nach Hoya. „Wir lieben dieses Leben“, betonte Marina Köllner.

mks

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