Rauschkolb: „Sind sehr optimistisch“

Stadt Sulingen bewirbt sich als Standort der geplanten Zentralklinik

Eine passende Fläche für die Zentralklinik hat Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb im Blick. Foto: Bartels
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Eine passende Fläche für die Zentralklinik hat Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb im Blick.

Sulingen – Eine zentrale Klinik soll es für den gesamten Landkreis Diepholz geben, und als Standort dafür wird sich auch die Stadt Sulingen bewerben, wie Bürgermeister Dirk Rauschkolb ankündigt.

Irritiert sei er gewesen, als dasTwistringer Stadtoberhaupt Jens Bley noch vor Weihnachten „seinen Hut in den Ring geworfen hat“. Dabei sei die Vereinbarung eine andere gewesen: „Die überwiegende Zahl der Bürgermeister hat Stillschweigen abgesprochen, bis die Kriterien der Bewertungsmatrix bekannt sind.“ Diese Kriterien lägen seit Montag vor, und am Donnerstag habe der Landkreis die Bürgermeister darüber informiert.

Die Ausgangslage sei klar mit dem Beschluss des Kreistags für die Zentralklinik. „Das ist der richtige Weg, und ich befürworte das.“ Der Klinikstandort Sulingen laufe sehr gut, daher habe man sich Gedanken über die Bewerbung gemacht.

„Einhellige Zustimmung“ im Verwaltungsausschuss

Politik und Verwaltung seien der Auffassung, dass es aufgrund der bekannten Kriterien eine geeignete Fläche in Sulingen gebe, die man anmelden werde. „Wir sind sehr optimistisch, weil wir eine funktionierende Klinik haben mit den entsprechenden Kennzahlen.“ Auch über die Kriterien der Bewertungsmatrix hinaus sprächen die Erfahrungen und die Akzeptanz der Sulinger Klinik in der Bevölkerung dafür. Auch Bassum gab kurz nach dem Vorstoß der Twistringer bekannt, bereits auf der Suche nach geeigneten Flächen für eine Zentralklinik in Bassum zu sein.

Über die in Frage kommende Fläche in Sulingen habe Dirk Rauschkolb hingegen am Donnerstag den Verwaltungsausschuss informiert, und „sie stieß auf einhellige Zustimmung.“ Über die noch fehlenden Beschlüsse werde der Rat auf seiner Sitzung am 27. Februar entscheiden. Zwar seien noch nicht alle Kennzahlen bekannt, die mit der Bewerbung geliefert werden müssen, und auch der Zeitplan sei sehr sportlich, aber: „Wir haben eine Fläche, von der wir meinen, dass sie der Matrix gut standhalten kann.“

Chance für das Sulinger Land

Eine Konkurrenz der Kommunen im Sulinger Land sieht Rauschkolb mit der Bewerbung nicht: „Ich würde mich freuen, wenn die Kollegen ebenfalls eigene Flächen benennen – jeder Standort im Sulinger Land, egal wo, wäre vorteilhaft für uns.“ Bereits 2015 habe es ein Gutachten für den Landkreis gegeben, in dem als Ein-Klinik-Standorte auch Wehrbleck und Neuenkirchen benannt worden seien. „Das ist eine große Chance für das Sulinger Land, die man sich nicht entgehen lassen sollte.“

Er gehe davon aus, dass bis zur Sommerpause die wesentlichen Entscheidungen über den endgültigen Standort getroffen sein werden. „Wenn das objektiv und fair abläuft, kann damit niemand ein Problem haben.“

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