Zehntklässler des Gymnasiums präsentieren Projekt „Energie und Umwelt“

Solarzelle bekommt„Teearoma“

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Mitschülern und Gästen boten die Zehntklässler eine naturwissenschaftliche Entdeckungsreise.

Sulingen - Warum Solarzellen nicht mit Holunderblütentee beschichten? Dass man so tatsächlich Strom aus Licht gewinnen kann, die Ausbeute gegenüber der Siliziumvariante allerdings nicht so richtig konkurrenzfähig ist, erfuhr man beim 18. Präsentationstag zum Projekt „Energie und Umwelt“ am Gymnasium Sulingen: Eine naturwissenschaftliche Entdeckungsreise ermöglichten am Donnerstag 142 Zehntklässler des Gymnasiums Sulingen den neunten Klassen, aber auch Schülern und Lehrkräften aus Partnerschulen. Die Projektteams zeigten und erläuterten in den Fachräumen die Versuche, hatten ergänzend Informationstafeln gestaltet oder auch Videos gedreht.

2015 begehen die Vereinten Nationen das „Internationale Jahr des Lichts“: „Wir haben versucht, diesmal das Licht als Themenschwerpunkt zu setzen – was nicht durchgängig gelungen ist“, bekannte Studiendirektor Jürgen Düker, Koordinator des mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeldes am Gymnasium. So fanden sich unter den Experimenten auch „Klassiker“ des Projektes, von der Brennstoffzelle über Windenergie bis zu Möglichkeiten der Energiespeicherung. Allerdings mit neuer Ausrüstung, etwa in Sachen Wasserstoff: Bei dessen Gewinnung aus Rübenschnipseln sind bestimmte Bakterien gerne behilflich.

Die Photozellen mit „Teearoma“ – und anderen alternativen Beschichtungen – passten allerdings gut zum Oberthema: Das Zubehör stammt aus einem neuen Experimentierkoffer, den die Carl Friedrich von Siemens Stiftung zusammengestellt hat. „Für die Versuche darin ist kein Stromanschluss erforderlich, er ist auch für Schulen in Entwicklungsländern gedacht“, erläuterte Jürgen Düker. „Das Gymnasium Sulingen ist am Praxistest beteiligt.“ Das Lichtspektrum verschiedener Leuchtmittel, von der guten alten Glühbirne bis zu verschiedenfarbigen LEDs, nahmen Schüler mit dem Spektrometer unter die Lupe. Mit der Lumineszenz von Chemikalien und Naturstoffen befasste sich eine andere Gruppe. Ein Beispiel: Taucht man einen frisch geschnitten Ahornzweig in Wasser, ist unter UV-Licht zu sehen, wie eine leuchtende Flüssigkeit austritt.

Jeweils eine Lehrkraft aus dem naturwissenschaftlichen Bereich und aus einem anderen Fachgebiet zählten am Donnerstag zum Publikum der Projektgruppen und bewerteten die eigentliche Arbeit, aber auch die Präsentation der Ergebnisse. Ihr Urteil macht dann 20 Prozent der Halbjahresnote aus.

ab

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