515 Lebensmittelausgaben

Zehn Jahre Sulinger Tafel

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Geschäftiges Treiben gestern am Vormittag in den Räumen am Schwafördener Weg: Obst und Gemüse werden sortiert, Konserven gestapelt, zum Teil auch noch Lebensmittel in neue Gebinde verpackt – Donnerstag für Donnerstag öffnen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Sulinger Tafel am Nachmittag ihre Lebensmittelausgabe. 

Sulingen - Geschäftiges Treiben gestern am Vormittag in den Räumen am Schwafördener Weg: Obst und Gemüse werden sortiert, Konserven gestapelt, zum Teil auch noch Lebensmittel in neue Gebinde verpackt – Donnerstag für Donnerstag öffnen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Sulinger Tafel am Nachmittag ihre Lebensmittelausgabe.

Der Januar 2018 ist für sie ein besonderer Monat. Am 31. Januar 2008 hat die „Tafel“ erstmals ihre Räume geöffnet. Helga Becker: „Neben dem Alltagsgeschäft stecken wir derzeit inmitten der Vorbereitungen der Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehens.“

Helga Becker bildet gemeinsam mit Anneliese Siemering und Michael Klamt das Koordinatoren-Team der Sulinger Tafel. Sie begleitet wie Siemering und Klamt die Einrichtung seit der Gründungsphase. „Nach wie vor aus Überzeugung.“

Die Koordinatorin blättert in alten Bilderalben, stoppt im Bereich der Seiten, auf denen die Fotos der feierlichen Eröffnung am 30. Januar 2008 zu sehen sind. Gastgeber war damals neben den Koordinatoren die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sulingen, die heute noch als Trägerin der Einrichtung im Verbund Tafel Deutschland auftritt.

Umzug war „wichtiger Meilenstein“

Becker: „Wir haben gehofft, dass unsere Einrichtung akzeptiert wird. Heute sehen wir uns bestätigt.“

Als „wichtigen Meilenstein“ in den vergangenen zehn Jahren bezeichnet die Koordinatorin den Umzug der Einrichtung vom Gebäude Schwafördener Weg 52 in das Gebäude Schwafördener Weg 58. „Das hat uns schon einiges erleichtert. Der ein oder andere hat die Lösung damals kritisch gesehen. Doch heute sind wir alle umfänglich zufrieden.“

Hatten sich in der Gründungsphase „30 bis 40 Helferinnen und Helfer“ (O-Ton Helga Becker) aus Sulingen und dem Umland gemeldet, die das Projekt tatkräftig unterstützen wollten, sind es heute an die 60.

Bedenken Dritter, dass die Einrichtung nach der Anfangseuphorie mit Personalengpässen zu kämpfen habe, hätten sich bis heute nicht bestätigt. „Gott sei Dank nicht“, sagt die Koordinatorin. „Bisher standen immer qualifizierte Helfer zur Verfügung; sicherlich auch ein Verdienst der Mund-zu-Mund-Propaganda. Es ist alles gewachsen. Das läuft mittlerweile.“

15.000 Begünstigte in 2017

Kümmern sich die drei Koordinatoren im Schwerpunkt um die Administration in Gänze, gebe es heute auch Helfer, die in Teilbereichen Verantwortung übernehmen. „Reinhard Meyer etwa“, erklärt Helga Becker, „der sich um die Betreuung von Fahrern und Fahrzeugen kümmert. Oder auch Hannelore Michaelis und Christien Tempel: Sie verantworten die Buchhaltung und die Administration; um nur einige zu nennen.“

Die Zahl der Helfer sei im Laufe der vergangenen zehn Jahre mit den Bedarfen der Kundschaft gewachsen. Wurden in den zwölf Monaten des Jahres 2008 insgesamt 10.000 Begünstigte registriert, waren es nach gut 16.000 im Jahr 2016 laut Helga Becker 2017 noch knapp 15.000. „2016 war das Jahr, in dem extrem viele Flüchtlinge in die Region gekommen sind. Das hat sich seit dem Jahr 2017 wieder einigermaßen normalisiert.“

Insgesamt fast fast 120.000 Personen versorgt

Seit dem 31. Januar 2008 bis zum 31. Dezember vergangenen Jahres haben die Ehrenamtlichen der Tafel an exakt 515 Tagen die Ausgabe geöffnet und 55.955 Haushalte mit Lebensmitteln versorgt. „In der Summe sind das fast 120.000 Personen, die wir seit der Eröffnung betreut haben“, so Becker.

Die Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehens wollen die Koordinatoren nutzen, um Danke zu sagen. Geplant sei neben einer Art „Tag der offenen Tür“ am Sonnabend, 10. Februar, eine geschlossene Feier, zu der Gönner, Sponsoren, vor allem aber auch die ehrenamtlichen Helfer eingeladen werden: „Zehn Jahre sind für uns auf jeden Fall ein Grund, Danke zu sagen“, so Helga Becker. „Bei dem ein oder anderen auch persönlich Danke zu sagen.“ - oti

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