Zukunft des Mini-Fußballspielfeldes

Worauf kicken die Grundschüler?

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Der Aufbau des Mini-Fußballspielfeldes an der Grundschule Sulingen im Juli 2008.

Sulingen – Was wird aus dem Mini-Spielfeld auf dem Schulhof des alten Grundschulstandortes an der Schmelingstraße, das die Stadt Sulingen 2008 im Rahmen einer Aktion des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bekommen hatte?

„Eigentlich hat der Generalübernehmer für die neue Schule vorgesehen, im Bereich zum Promenadenweg hin einen Bolzplatz in Form einer Rasenfläche mit Ballfangzaun anzulegen“, stellte Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereiches Allgemeines und Soziales der Sulinger Stadtverwaltung, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Schulen und Jugend fest – Kosten: circa 4 500 Euro. 

Als Überlegungen aufkamen, das Mini-Spielfeld an den neuen Schulstandort zu verlagern, habe man eine Kostenschätzung für den Umzug von der Firma „Polytan“ eingeholt. Die sei „nicht so günstig“ ausgefallen, bedingt durch das Aufnehmen und die Vorbereitungen für das erneute Verlegen des Kunstrasenbelags: „Wahrscheinlich würden Kosten von etwa 60 000 Euro auf uns zukommen.“ 27 000 für die Verlagerung, circa 30 000 für die Herrichtung des Untergrundes. Also stellte die Verwaltung die Frage: Bolzplatz oder Umzug des Mini-Spielfeldes?

Tammo Schulze (FWS): „An dem Spielfeld ist nichts dran, es ist wie neu. Aber die Kosten sind natürlich immens.“

Es habe Probleme mit Jugendlichen gegeben, die sich Zugang zum Mini-Spielfeld verschafften, „es lagen Flaschen da, Nachbarn haben sich beschwert“, berichtete Schulleiter Heiko Reese. „Für die Kinder ist das Feld allerdings schon ein Highlight, da sieht man 40 von ihnen in der Pause spielen.“ Er bezweifelt, dass eine Rasenfläche die gleiche Attraktivität hätte.

Man wisse von anderen Mini-Spielfeldern, dass es Sachbeschädigungen gab, warf Birgit Dullin ein, „und es würde dann ja auch im öffentlichen Bereich liegen.“ Man müsse es „unter Beobachtung“ haben, forderte Dörte Knake (Gruppe FDP/Bürger erreichen): „85 Prozent der Felder, sagt der DFB, fallen Vandalismus zum Opfer.“

Patrick Bade (CDU) erklärte: „Uns wären die Kosten für die Verlagerung zu hoch. Aber es wäre auch zu schade, das Mini-Spielfeld abzubauen und nicht mehr zu nutzen.“

Er habe als Kind in der Pause immer einen Fußball am Fuß gehabt, sagte Claus Freyer (SDP) – sein Plädoyer: „Das muss mit, das Ding. Das Wichtigste ist die Umrandung, und die muss mit.“

Was den Bodenbelag angeht, falle es „einem örtlichen Anbieter vielleicht leichter“ eine günstigere Alternative zu bieten – vielleicht ja auch dem Generalübernehmer für den Grundschulbau, der „casa“ Baubetreuung.

Die Ausschussmitglieder stimmten nicht über die beiden Alternativen ab, es bestand aber Konsens, dass die Verwaltung weitere Angebote einholen soll, um vielleicht eine kostengünstigere Alternative zu finden, wie man das Mini-Spielfeld an den neuen Grundschulstandort an der Straße „Am Deepenpool“ verlagern kann – gegebenenfalls mit „echtem“ Rasen oder einem anderen Material als Ersatz für den Kunstrasenbelag.

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