Wohl längerfristiges Provisorium: Vier mobile Klassenräume für das Gymnasium

Unterricht im Container

Eines der Segmente für den „ersten Stock“ schwebt ein.
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Eines der Segmente für den „ersten Stock“ schwebt ein.

Sulingen - Unterricht im Container – das erwartet Schüler und Lehrkräfte des Gymnasiums Sulingen im neuen Schuljahr. Vor dem Start in die Sommerferien konnten sie am Montag und Dienstag zuschauen, wie die Segmente für die vier mobilen Klassenräume auf dem Schulhof an der Schmelingstraße zusammengesetzt wurden, in zwei „Gebäuden“ mit einem Erd- und einem über eine Außentreppe erreichbaren Obergeschoss. Es ist wohl ein längerfristiges Provisorium, das nun die Raumnot an der Schule entschärfen soll.

„Die Kurse der Oberstufe wandern zwischen den Räumen, die gerade nicht genutzt werden, weil die Klassen zum Beispiel im Sport- oder Musikunterricht sind“, erläutert Oberstufenkoordinator Stephan Timpke. Das wird sich auch nicht ändern. Der Haken: 31 Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn werden im Schuljahr 2014/2015 am Gymnasium unterrichtet – und es stehen auch 31 allgemeine Unterrichtsräume zur Verfügung, eingerechnet die vom Landkreis Diepholz als Schulträger angemieteten im ehemaligen Gebäude des Fachgeschäfts „Küchengarten“ schräg gegenüber des Gymnasiums. Zuwenig Platz: „Nach den Richtlinien stünden uns sieben Räume für die Oberstufe zu, also bleibt, auch mit der Containerlösung, formal ein Minus von drei“, rechnet Schulleiterin Ute Lüßmann vor, „das wird weiterhin durch die ‚Lückennutzung‘ kompensiert.“

Beim Landkreis habe es Überlegungen gegeben, auch das Obergeschoss des ehemaligen „Küchengartens“ anzumieten. Die seien aufgrund der Kosten verworfen worden – unter anderem hätte ein zusätzlicher Treppenaufgang als Fluchtweg gebaut werden müssen. „Die Containerlösung ist auch nicht eben günstig, allein die Kosten für Vorbereitung der Standplätze bewegen sich schon im fünfstelligen Bereich“, weiß Ute Lüßmann. Die anvisierte Nutzung der jetzigen Grundschule an der Schmelingstraße liegt noch in der Ferne: „Es muss ja zunächst der ehemalige Realschulgebäude am Deepenpool für die Grundschule umgestaltet werden – und wir können dann auch nicht ohne bauliche Maßnahmen einfach so in das Gebäude“, verdeutlicht Stephan Timpke. 2018 läuft der Mietvertrag für die „Küchengarten“-Räume aus – im Obergeschoss entstehen derzeit Wohnungen, das soll dann auch im Erdgeschoss geschehen.

Ute Lüßmann prognostiziert: „Wir gehen davon aus, dass die mobilen Klassenräume nicht vor 2018 wieder entfernt werden.“

ab

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