Tagesstätte Lindenblüte

„Noch nicht am Ende“ der Kita-Umgestaltung

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Susan Bohn vor dem neugestalteten Eingangsbereich der Kindertagesstätte Lindenblüte.

Lindern - „Seit vier, vielleicht auch seit fünf Jahren“ – ganz sicher, wie lange die Kindertagesstätte Lindenblüte der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz in der Sulinger Ortschaft Lindern diesen Namen trägt, ist sich Einrichtungsleiterin Susan Bohn nicht.

Unverkennbar sei schon von weitem die Namensgeberin der Kita sichtbar: Eine großgewachsene Linde in der Mitte des Außengeländes „und für uns und die Kinder auch immer wieder Treffpunkt für Aktionen“, so Bohn.

Die jüngsten Aktionen auf dem Außengelände galten weniger der Linde, mehr dem unmittelbaren Umfeld: An die 40 Eltern packten bei dem zweitägigen Arbeitseinsatz mit an.

Die Einrichtungsleiterin sieht die Umgestaltung der Freiflächen als Prozess („Wir sind noch lange nicht am Ende“). Sie erinnert daran, dass Erzieher, Kinder und deren Eltern erst mit Beginn des vergangenen Jahres „Natur“ als Leitthema für die Ausrichtung der Kita festgelegt hatten. Das Ziel, die Außenanlagen möglichst naturgetreu zu gestalten, lag nahe.

Als Initialzündung für den Beginn der Umgestaltung nennt Susan Bohn die Zuwendung, die die Kindertagesstätte von der Familie Brand vom gleichnamigen Gasthaus aus Scholen erhalten hatte. Angeschafft worden waren von der Spende ein Weiden-Tunnel und ein Weiden-Tipi.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehens des Gastronomiebetriebes hatte Erhard Brand junior um Spenden gebeten. Über 1 600 Euro waren zusammengekommen (wir berichteten).

Blick auf die Baumstammtreppe.

Während der Arbeitseinsätze im März griffen die Eltern dann zu Schaufeln und Spaten, zu Säge und Hammer – und zu Pinsel und Farbe. „Auch die Kinder haben toll mitgemacht“, sagt Susan Bohn. Entstanden sind auf dem Gelände in Lindern unter anderem verschiedene Hinweisschilder aus Holz, für Krippen- und Kindergartenkinder altersgerechte Baumstammtreppen, Blumen- und Kiesbeete und und und. Nicht zu vergessen das großdimensionierte Spinnennetz, in dem sich zukünftig Mitbringsel von Exkursionen in die Natur wiederfinden sollen.

Die Einrichtungsleiterin: „Alle haben was mitgebracht“, ein Mitarbeiter des Kooperationspartners Waldpädagogikzentrum Hahnhorst die Baumstämme, die auf dem Gelände verarbeitet wurden.

Am Sonnabend wollen die Mitarbeiter der Einrichtung mit den Kindern, deren Eltern und Helfern den Abschluss der Arbeiten feiern. Und sich wohl gleich über eine Fortsetzung Gedanken machen: „An der Nordseite unseres Außengeländes gibt es noch eine gepflasterte Fläche. Da müssen wir ran“, erklärt die Einrichtungsleiterin. Sie spricht von Rückzugsecken und Nischen.

„Wir“ sind nicht nur Mitarbeiter und Kinder der Kindertagesstätte Lindenblüte, sondern auch die Eltern.

Susan Bohn: „Wir stellen Boxen auf, in denen wir Vorschläge für weitere Umgestaltungen sammeln.“ Dem Ideenreichtum seien kaum Grenzen gesetzt. Dem Engagement aller Beteiligten wohl auch nur wenige.

oti

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