Projekt „Blühwiese“ der Fachschule Agrarwirtschaft: „Paten“ gesucht

„Wir machen 2021 bunter“

Die Fachschüler in einem Feld eines Mitschülers in der Nähe von Sulingen: Anfang Dezember blüht hier noch Senf. Auf der anzulegenden Blühwiese soll es eine Mischung mit vielen Komponenten werden, die über das Jahr hinweg zu unterschiedlichen Zeitpunkten Nahrung für Insekten bieten.
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Die Fachschüler in einem Feld eines Mitschülers in der Nähe von Sulingen: Anfang Dezember blüht hier noch Senf. Auf der anzulegenden Blühwiese soll es eine Mischung mit vielen Komponenten werden, die über das Jahr hinweg zu unterschiedlichen Zeitpunkten Nahrung für die Insekten bieten.

Sulingen – Die 19 Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup, Schulstandort Sulingen, haben sich in den letzten Wochen mit den Themen „Artenrückgang, Flächenversiegelung und Zerschneidung der Landschaft“ auseinandergesetzt. Angelehnt an die zwischen Naturschützern und Vertretern der Landwirtschaft ausgehandelte Kompromisslösung „Der Niedersächsische Weg“ entstand in ihren Reihen die Idee, selbst ein verbindendes Projekt zu initiieren: „Wir machen 2021 bunter.“

Auf der Fläche eines Mitschülers soll im Frühjahr, in Kooperation mit einem Imker, eine Blühfläche angelegt werden: Lebensraum für Insekten, aber auch für Wild und für bodenbrütende Vogelarten. „Der positive Effekt einer Blühwiese verstärkt sich in Zusammenhang mit Waldstrukturen, da der Lebensraum größer und vielfältiger wird“, erklärt Helke Nordmeyer. Daher soll die Blühwiese auf einer Fläche in der Nähe der Ausfahrt Lemke/Oyle der Bundesstraße 6 ausgesät werden. Sie liegt in unmittelbarer Nähe weiterer Brachflächen.

„Uns liegt die Natur am Herzen“, sagt Jan Hacke, Schüler der F2A. „Wir sehen gerade im Landwirtsberuf, dass wir nur mit der Natur leben und arbeiten können. Jeder kann seinen Beitrag leisten, um sie zu schützen.“ Die Verantwortung für den Naturschutz könne aber nicht allein an den Landwirten hängen bleiben, ergänzt Malte Völlmecke. Die Kosten für die gesamte Fläche – Saatgut, Pacht und Arbeitskosten – beliefen sich auf etwa 4 000 Euro. In ihrem Marketing-Projekt entwickelten die Schülerinnen und Schüler die Idee, Patenschaften für Teile der Wiese zu vergeben. „Es ist uns wichtig, zu zeigen, dass wir Landwirte viel für den Naturschutz leisten können, wir aber auch Unterstützung brauchen“, findet Oliver Bickert, auf dessen Betrieb die Fläche angelegt wird.

Interessierte könnten sich mit zehn bis 30 Euro an den Kosten beteiligen und „dadurch ihre Heimatregion stärken“. Als Dankeschön sollen sie ein Zertifikat erhalten. Den „Patenbriefen“ für 20, 50 oder 100 Quadratmeter, die sich laut Schülerschaft „sehr gut als Weihnachtsgeschenke eignen“, liegen Tüten mit Blühmischungen für den eigenen Garten bei.

Wer sich für eine Blühpatenschaft interessiert, kann sich per Mail unter bluehwiesebbzulderup@web.de an das Organisationsteam wenden oder den Wunschbetrag von zehn, 20 oder 30 Euro direkt auf das gleichnamige Paypal-Konto oder das Bankkonto der Schulklasse (DE70 2569 1633 1026 0404 01) überweisen und im Verwendungszweck seine Postadresse angeben. Das Zertifikat wird per Post zugestellt.

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