Im Sulinger Westen

„Winterwunderwald“: Markt mit Mittelalter-Note kommt gut an

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Höhepunkt für die Kinder war der Besuch des rot bemäntelten Ehrengastes. 

Sulingen - Die Bürgerparkgesellschaft, der Kutscher Klub und die Schützengesellschaft von 1896 Sulingen hatten zum Weihnachtsmarkt am Samstag in den „Winterwunderwald“ gerufen. Und die Gäste kamen. Zufriedene Gesichter bei den Mitorganisatoren Andreas Albers und Klaus Spehlbrink: „Im vergangenen Jahr hatten wir 1 400 Besucher, heute werden es vermutlich deutlich mehr.“

Die dritte Ausgabe der Veranstaltung im Bürgerpark im Sulinger Westen kam an – auch bei den Ausstellern. „Das Ambiente ist wunderschön“, befand Martin Stahlhut aus Haßbergen, der zum ersten Mal dabei war. Der Drechsler war einer von 25 Anbietern, die sich individuell auf ihre Kundschaft einstellten. Stahlhut demonstrierte, wie viel Arbeit in seinen handgefertigten Einzelstücken steckt. Seine Erfahrung: „Vorführungen kommen immer gut an.“

Die Kinder gingen auf der 7000 Quadratmeter großen Lichtung auf Entdeckungsreise. Karussell und Feuerstellen zum Stockbrotbacken waren beliebte Anlaufpunkte. Höhepunkt war der Besuch des rot bemäntelten Ehrengastes, der stilecht mit der Kutsche vorfuhr. Die Kleinen standen Schlange, um Gedichte, Lieder und Wünsche an den Weihnachtsmann zu bringen.

„Bovelzumft“ liefert i-Tüpfelchen

Das i-Tüpfelchen setzte der in Bassum beheimatete Mittelalterverein „Bovelzumft“ mit „Klimbim und Pöbeleyen“. Der 25 Mitglieder starke Tross um Bovelvoigt Diego Funkenflug demonstrierte altes Handwerk, lud ein zum Bogenschießen und servierte Kutscherwein, Honigmet und „gerupfte Sau“; einzelne Bovelzümftler waren als Gaukler, Musiker und Bettler unterwegs. „Hingucker“ waren ihre Vorführungen von historischen Gassen-, Kreis- und Reihentänzen. Und das Feuerspucken am frühen Abend.

Auch das musikalische Programm kam bei den Gästen gut an. Gleich zu Beginn zog der Kinderchor „Die lustigen Noten“ alle Aufmerksamkeit auf sich, im weiteren Verlauf des Nachmittags sorgte „Enchor“, Projektchor der Musikwerkstatt Petra Schlegel, für weihnachtliches Flair.

Winterwunderwald in Sulingen

 © Martina Kurth-Schumacher
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Mit 50 Kilogramm Knipp, 800 Würstchen, 90 Kilo Pommes, 1000 Litern Glühwein und 100 Litern Feuerzangenbowle hatten sich die Veranstalter, die die Bewirtung zum größten Teil in Eigenregie übernahmen, für den großen Ansturm gewappnet. „Wir haben mittlerweile Routine“, erklärten Klaus Spehlbrink und Andreas Albers. Für das kommende Jahr planen sie eine Erweiterung: Auf dem Weg zum Parkplatz soll eine Budengasse entstehen. Froh ist das Team über die Bereitschaft der Mitglieder aller drei Vereine, mit anzufassen. Dank der Spenden eines Privatmanns und des Busunternehmens Gaumann habe man außerdem wieder einen stündlichen Pendelverkehr von der Innenstadt zum „Winterwunderwald“ im Sulinger Westen einrichten können.

Die Gäste wussten den Einsatz der Organisatoren zu schätzen. „Hier steckt Herzblut drin, man merkt, dass sich hier viele Privatleute engagieren“, lobte eine Besucherin das Konzept „Winterwunderwald“. Eine andere brachte ihre Anerkennung kurz und knapp auf den Punkt: „Das nenne ich Weihnachtsmarkt!“ 

mks

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