Wintermarkt: Delme-Werkstätten verzeichnen gleich zu Beginn volles Haus

Viel Neues im Sortiment

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Auch die Kerzen-Manufaktur bot aktuelle Kreationen, unter anderem avancierten „Mosaikkerzen“ sogleich zum Bestseller.

Sulingen - Es hat sich herumgesprochen, dass die Auswahl zu früher Stunde am größten ist. „Schon um zehn Uhr hatten wir ‚volles Haus‘“, sagte Klaus Müller, Betriebsleiter der Delme-Werkstätten: Hunderte von Besuchern stimmten sich am Sonntag beim traditionellen Wintermarkt in der Einrichtung am Hasseler Weg auf die kommenden Wochen ein. Das Schneegestöber erinnerte daran: Weihnachten ist nicht mehr fern. Gefragt waren Gestecke und Adventsdekoration. Und Geschenkartikel.

Die Produkte aus den Delme-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen aus Sulingen und den benachbarten Standorten decken ein breites Spektrum an nützlichen und schönen Sachen ab. Ganz neu im Angebot waren dekorative Holzkisten, die sich als „Renner der Saison“ erwiesen. „Wir werden noch einmal nachproduzieren“, kündigte Klaus Müller an. Andrea Waschko-Märtens freute sich über den „Run“ auf Likör, Marmelade und Naschwerk: Restlos ausverkauft waren am Nachmittag Eierlikör, Erdbeerlimes und Kekse.

Neben den Klassikern hatte die Werkstatt mehrere neue Produkte im Sortiment. Uhren mit „Strickkleid“, Schmuck oder schmucke Weihnachtsbäume aus Holz – zusammenklappbar und platzsparend wegzustellen. Ebenfalls eine Idee mit Pfiff: Kladden mit ausgedienten Buchdeckeln als Einband. Auch die Kerzen-Manufaktur bot aktuelle Kreationen. „Zuckerhüte“ und „Mosaikkerzen“ avancierten sogleich zu Bestsellern. Weitere Artikel aus Holz, Keramik und Stoff aus den Werkstätten anderer Standorte ergänzten das hauseigene Sortiment.

Wintermarkt der Delme-Werkstätten

Reges Treiben herrschte auch in der Kinder-Backstube. „Wir haben viel zu tun“, sagte Gerd Heinhold-Aufderheide. Kein Wunder: Der Duft frischer Kekse machte immer mehr Nachwuchsköchen Lust auf Weihnachtsbäckerei. Wer es rustikaler mochte, war eingeladen, am Lagerfeuer Stockbrot zu backen. Ebenfalls ein Programm für „wetterfeste“ Besucher: Eine Fahrt mit dem Kutschen-Taxi von und zur Stadtmitte, die Bernd und Oliver Aufderheide, Friedrich Kelkenberg und Hans-Hermann Krankenberg anboten.

Traditionell ist der Wintermarkt der Delme-Werkstätten auch ein Raum der Begegnung. Das Mittagstisch-Angebot der Küche – Erbsensuppe, Nudelauflauf, Grünkohl, Knipp, Pommes und Bratwurst – und ein reichhaltiges Büfett mit hausgemachten Kuchen und Torten luden dazu ein, zwischen den Einkäufen zusammen mit Freunden oder Bekannten zu pausieren.

Zeit zum Austausch nahmen sich auch Oliver Fiefstück, Uwe Kirchhoff, Lutz Glißmann und Frank Ruröde, die vor 20 Jahren als Zivildienstleistende in der Einrichtung gearbeitet hatten. „Es hat sich viel verändert, aber die Stimmung ist wie immer schön“, sagte Frank Ruröde.

mks

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