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Sulinger „Amtsschimmel“: Urig, gemütlich – aber mit frischem Wind

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Von: Harald Bartels

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Ein Mann hält ein Schild vor eine Wand.
Das neue Logo des „Amtsschimmels“ bringt Ferdinand Sander noch rechtzeitig zur Eröffnung an. © Bartels

Sulingen – Das neue Logo muss noch am Schaukasten neben der Eingangstür angebracht werden, und die Aufräumarbeiten im Gastraum sind auch noch nicht abgeschlossen – aber ansonsten ist Ferdinand Sander gut vorbereitet: Am Samstag, 6. August, eröffnet die Kneipe „Zum Amtsschimmel“ wieder, mit ihm als neuem Wirt.

„Wir haben die Seele des ,Amtsschimmels‘ erhalten“, betont er. Konkret heißt das für ihn: „Man kommt hier herein und weiß – mit der Holzvertäfelung, den Fliesen und den Blechschildern – gleich, dass es eine urige, gemütliche Kneipe ist, in der man sich willkommen fühlt und eine gute Zeit verbringen kann.“

So fielen die Veränderungen während der Umbauphase behutsam aus: ein neuer Anstrich an den Wänden, neue Lampen und eine neue Polsterung für die Hocker. „Wir haben die alten Möbel erhalten“, sagt der 28-Jährige. Neu hinzu kamen Stehtische, für die er im Keller gefundene Tischplatten verwendete und mit einem neuen Fuß versehen ließ.

Eine wand mit Lampen, einem Tresen und Hockern davor.
Mit neuen Lampen soll der Flur wieder zum Sitzbereich werden. © Bartels

„Frischen Wind“ sollte es dennoch geben. Dazu gehört etwa ein Neonschriftzug mit dem Namen der Kneipe, der sich an der Wand zwischen den Blechschildern findet, und der Flur soll mit neuer Beleuchtung vermehrt als Sitzbereich genutzt werden. „Und die Glastür im Eingang kommt damit auch besser zur Geltung“, findet Sander.

Laut Vertrag hätten die Arbeiten erst am 1. August beginnen können, aber Lara-Saskia Wendt, die bisherige Wirtin, habe ihm ermöglicht, schon zwei Wochen eher zu beginnen. Überhaupt sei es eine sehr nette Übergabe gewesen und seine Vorgängerin habe ihm alle Fragen beantwortet.

Blechschilder und Neonreklame an einer Kneipenwand.
Tradition und Moderne verbindet die veränderte Wanddekoration. © Bartels

Beim Umbau seien Freunde und Familie mit eingespannt worden, und auch die Handwerker von Dominik Cyrkel, dem neuen Pächter des Lokals, seien aktiv gewesen. Von der Hilfe sei er ganz überrascht gewesen: „Auf einmal standen hier samstags acht Leute und fragten: ,Ferdi, was können wir tun?‘ “, berichtet Sander.

Begeistert sei er auch vom Personal, angesichts der vielen Anfragen. Besonders viele junge Menschen hätten sich erkundigt, ob sie hier arbeiten können: „Ich habe viel Erfahrung damit, Leute im Service einzuarbeiten.“

Bewährte und neue Getränke im Sortiment

Beim Konzept habe der ausgebildete Restaurantfachmann anfangs daran gedacht, sich an seinen Vorgängern zu orientieren, aber „ich will mein eigenes Ding machen – ich arbeite in der Gastronomie, seit ich 16 bin, die Erfahrung habe ich.“

Bei der Getränkeauswahl darf „Guinness“ nicht fehlen: „Das wird es definitiv weiter geben, und ich trinke es auch selbst gerne; mein Lieblingsbier ist aber ,Newcastle Brown Ale‘ “, betont Sander. Insgesamt wird es acht Biere und Cider vom Fass sowie verschiedene Flaschenweine geben. „Für jeden etwas dabei“ sei in der Auswahl an Whisky, Gin und Rum. Allerdings beschränke sich die Bandbreite beim Whisky nicht länger auf Single Malts, sondern sei internationaler: „Ich habe auch einen japanischen und einen schweizerischen Whiskey.“

Neu sei auch ein Likör aus Hamburg mit dem Aroma der beliebten „Franzbrötchen“. Weiter im Programm seien die Sulinger Spezialitäten, ob „Bullenschluck“, „Amtstropfen“, Magenbitter, „Butterscotch“ oder „Cokez“. Die Speisekarte bietet künftig Sandwiches sowie salzige und süße Snackteller. Eventuell werde er das um saisonale Gerichte ergänzen, kündigt der Wirt an.

Eröffnung am 6. August ab 17 Uhr

Auch die Livemusik kehrt zurück: Als erste Band sind „The Nasty Boggarts“ aus Nienburg gebucht für den 14. Oktober, und künftig solle es wenigstens einmal im Monat eine Veranstaltung geben.

Zum Auftakt am Samstag ab 17 Uhr wird bis 20 Uhr die Lange Straße vor der Kneipe gesperrt. Draußen werden eine große Schirmbar und eine „Mixi-Theke“ aufgebaut, es gebe kleine Speisen und Musik vom DJ, so Sander.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Geöffnet hat der „Amtsschimmel“ mittwochs bis samstags ab 17 Uhr und sonntags ab 15 Uhr. Montag und Dienstag seien vorerst Ruhetage.

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