Willi Bründl, Musiker und Gäste mit 15. Ausgabe mehr als zufrieden

„Bestes Resonatorfestival“

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„Pete the Wildduck“ (links) und „JZ James“ aus Berlin waren zum ersten Mal dabei.

Sulingen - Von Andreas Behling. Zwei Tage regierte der Blues in unterschiedlichen Spielarten die Sulinger Kampstraße – ausschließlich musikalisch. Die Stimmung der Besucher hatte nichts von der Klage, die dieser Musikrichtung und vor allem dem Sound der namensgebenden Gitarre mit dem speziellen Sound inne wohnt: „Nach allem, was ich von den Gästen und den Künstlern gehört habe, war es das beste Resonatorfestival überhaupt“, zieht „Amtsschimmel“-Wirt und Festivalorganisator Willi Bründl hochzufrieden Bilanz der 15. Auflage am Freitag- und Samstagabend.

„An beiden Tagen waren ältere und jüngere Leute da, quer durch den Garten – ein richtig tolles Publikum“, schwärmt Bründl am Sonntag, als die Künstler noch zum Frühstück zusammen sitzen, während der Abbau schon begonnen hat.

Einen ungeplanten Umbau hatten die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer am Vortag „gewuppt“, denn das neue Konzept für die beiden Bühnen, die zum größten Teil mit Pavillons überdachten Sitzplätze und die Theke (wir berichteten) hatte einen akustischen Haken: „Sobald der Bass etwas lauter gedreht wurde, pfiff es aus den Boxen – das fanden die Tontechniker nicht lustig“, stellte Jens Bokelmann, der das Festival mit Bründl gemeinsam organisiert, schmunzelnd fest. Also wurden die Bühnen fast wie gewohnt arrangiert, allerdings mit deutlich weniger „Luft“ zwischen den Musikern und dem Publikum. Die Nähe wirkte sich positiv auf die ohnehin angenehm „intime“ Atmosphäre des Resonatorfestivals aus: Die Gäste begegnen den Künstlern auf Augenhöhe, lauschen entspannt der Musik, können trotzdem klönen ohne zu schreien. Wie gewohnt füllte sich die Kampstraße mit zunehmender Dunkelheit, am Freitag fanden sich über 200, am Samstag mehr als 300 Festivalgäste ein. Und in beiden Nächten verlängerten die Musiker mit einer gemeinsamen Session in der Kneipe „Zum Amtsschimmel“, teils mit einem Dutzend Leuten gleichzeitig auf der Bühne, die Show – einfach aus Spaß am gemeinsamen Jammen.

Resonatorfestival in Sulingen

Zwei Tage regierte der Blues die Sulinger Kampstraße - ausschließlich musikalisch © Mediengruppe Kreiszeitung / Andreas Behling
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Zwei Tage regierte der Blues die Sulinger Kampstraße - ausschließlich musikalisch © Mediengruppe Kreiszeitung / Andreas Behling
Zwei Tage regierte der Blues die Sulinger Kampstraße - ausschließlich musikalisch © Mediengruppe Kreiszeitung / Andreas Behling
Zwei Tage regierte der Blues die Sulinger Kampstraße - ausschließlich musikalisch © Mediengruppe Kreiszeitung / Andreas Behling

Neben guten alten Bekannten wie Kosta Brane aus Slovenien, Greyhound George, der im Duo mit Andy „The Alligator“ Grünert auftrat oder den „BlueTones“ waren auch Premieren zu verzeichnen. Etwa „BadTemperJoe“, von dessen Stimme nicht nur Jens Bokelmann beeindruckt war: „Da kommt ein 22-jähriger Hamburger und wenn man die Augen schließt, könnte man meinen, die tiefe Stimme einer Blues-Legende zu hören.“ Eine Menge Beifall ernteten auch „Pete the Wildduck“ (Harp) und „JZ James“ (Resonatorgitarre und Gesang) aus Berlin, die ausschließlich Eigenkompositionen spielten und anschließend per CD feilboten, „GEMA-frei“, wie sie betonten. Wieso kennt man in der Hauptstadt das Sulinger Festival? „Als ich nach Berlin kam, wurde ‚S.C.H.‘ mein Mentor“, berichtete JZ James. „Er starb im vergangenen Jahr. Er hatte mir gesagt: ‚Wenn du die Chance hast, musst du unbedingt beim Sulinger Resonatorfestival spielen‘.“ Eine Geschichte, die Willi Bründl nicht kalt ließ: „‚S.C.H.‘ war oft in Sulingen und hat in der Kneipe gespielt, aber zum Festival hat er es nie geschafft...“

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