MRT „wichtiges Element“

Medizinisches Versorgungszentrum: Planungen werden konkreter

Sprachen am Donnerstag über den Stand der Planungen eines Medizinischen Versorgungszentrums in Sulingen: Mario Pschunder (links) und der Sulinger Unternehmer John-Henrik Landwehr. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Die Absicht des Sulinger Unternehmers John-Henrik Landwehr und seiner Mitstreiter, unter anderem der Sulinger Mario Pschunder und dessen Ehefrau Yulia, in Sulingen eine Art Medizinisches Versorgungszentrum zu installieren, werden konkret.

Landwehr und Pschunder sprachen am Donnerstag von sechs Ärzten, die bis dato „echtes Interesse“ an einer Beteiligung bekundet hätten: drei Allgemeinmediziner und drei Fachärzte. „Darunter auch ein Radiologe, der in Sulingen eine Niederlassung eröffnen will“, sagt Landwehr. „Die Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung ist bereits erfolgt.“

Namen nennt der Unternehmer nicht: „Dass ist dann Sache der Ärzte, wenn es soweit ist.“

Dass der Radiologe im Mittelzentrum Magnetresonanztomographie anbieten will, bezeichnet Landwehr als „wichtiges Element der weiteren Planungen. Wir malen derzeit ein Bild, das sich immer mehr füllt.“ Für Mittwoch kommender Woche seien Gespräche mit Landrat Cord Bockhop vorgesehen, um einen MRT-Standort in der Nähe der Sulinger Klinik auszuloten. „Nur wenn es uns gelingt, den Radiologen in der unmittelbaren Nachbarschaft anzusiedeln, macht das Ganze auch wirklich Sinn.“

Langfristige medizinische Versorgung

Mit dem Gedanken, in Sulingen „eine Art Mini-MVZ“ zu etablieren , beschäftigt sich Landwehr inzwischen seit mehr als zwei Jahren. Mit Blick auf die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Stadt hatte er zunächst primär Hausärzte im Visier. „Dass sich jetzt auch zunehmend Fachärzte damit anfreunden, mit ihren Kollegen in eine Immobilie einzuziehen, ist für das Gesamtvorhaben umso besser.“

Es gehe darum, Kräfte zu bündeln, um langfristig die medizinische Versorgung am Standort sicherzustellen. „Es geht um den Patienten“, sagt der ehemalige Vorsitzende der Initiative Sulingen. „Deswegen bringen wir uns in das Projekt ein.“

Landwehr und Mitstreiter feilen nahezu täglich an dem Konzept, um es auf die tatsächlichen Bedarfe der Ärzte zuzuschneiden: „Man kann sich einkaufen, einmieten, sich aber auch von der zukünftigen Betreibergesellschaft anstellen lassen. Wir schaffen verschiedene Beteiligungsformen unter einem Dach.“ Im Auge haben die Projektentwickler dabei Ärzte, die in Sulingen bereits tätig sind und im Verbund die Vermarktungschancen ihrer Praxen gesteigert sehen, aber auch junge Ärzte, die am Patienten arbeiten wollen „und sich nicht 40 bis 50 Prozent ihrer Arbeitszeit als IT-Manager, Personalentwickler, im Qualitätsmanagement und mit bürokratischen Hürden beschäftigen wollen.“ 

„Die Ärzte, die Unternehmer werden, sind für uns der Schlüssel zum Erfolg.“

Landwehr zitiert aus Studien, etwa der, die das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser den Kommunen im Rahmen der Kampagne „Hausärzte gewinnen“ an die Hand gegeben hat. Aktuell sind demnach zwei Drittel der Absolventen medizinischer Studiengänge weiblich. Entsprechend hoch sei der Anteil von Frauen unter den Berufsanfängern. „Viele Frauen scheuen den Schritt in die Selbstständigkeit. Andere wollen die Selbstständigkeit erst nach einer Anstellung anstreben. Auch für die entwickeln wir Angebote.“ Landwehr über die Mediziner, die sich als Gesellschafter mit in das Projekt einbringen: „Die Ärzte, die Unternehmer werden, sind für uns der Schlüssel zum Erfolg.“

Trotz Fortschritt der aktuellen Planungen sieht der Sulinger in dem Vorhaben einen laufenden Prozess: „Schon in der Entstehungsphase haben wir sich ständig ändernde Rahmenbedingungen zu berücksichtigen – und deswegen auch immer Platz für weitere Interessenten.“ Für die seien er und seine Mitstreiter unter Tel. 0 42 71 /93 36 63 zu erreichen. 

 oti

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