Haus am Suletal: Richtfest des Erweiterungsbaus an der Memelstraße

Wichtiger Baustein der Pflege

Hatte Joachim von der Osten, Generalbevollmächtigter des Regionalverbundes Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser, mit 150 Gästen zum Richtfest gerechnet, waren es tatsächlich weit über 200. - Foto: Schlotmann

SULINGEN - Der Erweiterungsbau an der Senioreneinrichtung „Haus am Suletal“ an der Memelstraße in Sulingen ist gerichtet. Um 12.20 Uhr am Freitag befestigten die Zimmerleute am Dachstuhl den von Nachbarn gebundenen Richtkranz. Hatte Joachim von der Osten, Generalbevollmächtigter des Regionalverbundes Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser, mit 150 Gäste gerechnet, waren es tatsächlich weit über 200, die sich über den Fortschritt der Arbeiten informierten: Neben Bewohnern der Einrichtung und deren Angehörigen Mitarbeiter, Vertreter der am Bau beteiligten Firmen sowie aus Politik, Verwaltung, Diakonie und Einrichtungen rund um das Thema Pflege.

„Gewaltig“, sagte Ingrid Jantzon, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Sulingen, beim Betreten der Baustelle. Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Jörg Schafmeyer, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen, nickten. Rauschkolb überbrachte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung und würdigte das Engagement des Regionalverbundes und von dessen Mitarbeitern in der Region. „Sie sind ein entscheidender Baustein in der Pflege für unsere Mitbürger.“ Anerkennung zollte der Bürgermeister Generalbevollmächtigtem Joachim von der Osten für dessen Mitwirken an der Entwicklung des Quartiers im Bereich Memelstraße und Wiesenweg, das spätestens mit dem Bezug des Erweiterungsbaus der Senioreneinrichtung weiter vorangetrieben werden soll. Ambulante Pflegeeinrichtungen, altengerechtes Wohnen, Hospiz – der Bürgermeister skizzierte Möglichkeiten, die zum Teil schon Planungsreife erreicht haben (wir berichteten). Rauschkolb mit Blick auf den Erweiterungsbau: „Professionelles Arbeiten erfordert professionelle Strukturen.“

Von der Osten selbst sprach am Freitag von sechs Millionen Euro, die in die aktuelle Baumaßnahme investiert werden, die voraussichtlich im Herbst 2017 ihren Abschluss findet. 86 Plätze werden geschaffen, davon zwölf in Doppelzimmern. In Entwicklung sei derzeit ein Hauswohngemeinschaftskonzept, das mit Bezug der Räume mit Leben gefüllt werden soll. „Ich habe in meinem Berufsleben schon die eine oder andere Baumaßnahme begleitet.“ Der Generalbevollbemächtigte mit Blick auf die Vertreter der Immobilien- und Servicegesellschaft Himmelsthür, die die Architektenleistungen übernommen hatten, und die der Generalunternehmerin „casa Baubetreuungsgesellschaft“: „Sie haben bisher hervorragende Arbeit geleistet. Wir liegen toll im Zeitplan.“

Eröffnet hatte das Richtfest Pastorin Dagmar Busemann, Geschäftsführerin des Regionalverbundes Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser. Die Geschäftsführerin erinnerte an die ersten Überlegungen, den bisherigen Nordflügel der Einrichtungen zu modernisieren im Jahr 2011. Die Entscheidung für einen Neubau fiel später.

Die etwa 80 Bewohner des bisherigen Altbaus waren im Oktober vergangenen Jahres in die von der „casa Baubetreuung“ in der unmittelbaren Nachbarschaft geschaffenen Seniorenwohnungen umquartiert worden. Im Januar begannen dann die Abrissarbeiten der Einrichtung an der Memelstraße.

Entstehen sollen im Nordteil des Geländes zwei Gebäudeteile, die im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss durch einen dritten Teil verbunden werden. Der zentrale Gebäudeteil beherbergt im Erdgeschoss zukünftig die Verwaltung, die derzeit in Bürocontainern untergebracht ist, und – wie in den beiden Obergeschossen – Aufenthaltsbereiche für die Bewohner, die jeweils an offen gestaltete Verteilerküchen angeschlossen werden.

Die einzelnen Zimmer für die Bewohner verfügen zukünftig über Raumgrößen von jeweils 22 Quadratmetern; inklusive Nasszellen. Auf Einzelbalkone haben die Architekten in ihren Planungen zugunsten von Gemeinschaftsbalkonen verzichtet. Die Kapazität der Einrichtung bleibt mit 130 Betten unverändert. - oti

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