Konzerttour zu Fans und Freunden

Wenn das Reload Festival zu dir nach Hause kommt

Wenn die Straße zur Bühne wird: Reload-Tourauftakt in Bremen.
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Wenn die Straße zur Bühne wird: Reload-Tourauftakt in Bremen.

Sulingen – Eigentlich könnte die Reload-Tour das ganze Jahr über unterwegs sein. Metalfans sind gerne Gastgeber für private Konzerte. Kein Wunder also, dass gut 100 Bewerbungen eingingen, als die Reload-Macher auch für diesen August eine „Corona-Tour“ ankündigten, weil das eigentliche mehrtägige Festival, aufgrund der Pandemie, erneut abgesagt werden musste.

Wer wurde ausgewählt? Alle Orte mussten erreichbar sein innerhalb einer Rundtour. Damit fiel ein Besuch an der Schweizer Grenze raus, denn für die eintägige Veranstaltung sollten alle Ziele fahrtechnisch realisiert werden können. Gefordert hatte das Reload-Team um André Jürgens keine schlichte Anmeldung, sondern eine kreative und aussagefähige „Bewerbung“. „Es wurde auch geguckt, dass ein bisschen was los ist“, erklärt Werner Focke, der zusammen mit Uwe Kordes die Tour fotografiert und über die Reload-Online-Kanäle alle interessierten Metalfans hat teilnehmen lassen.

Es ist dieser Kontakt zu den Fans, der das Reload-Team immer wieder begeistert: Planen sie ein Festival, sind die Karten in schneller Zeit ausverkauft und Sulingen wird zum Metalmittelpunkt. Durchkreuzt ihnen eine Pandemie die Pläne für „live und vor Ort“, sind es Verkaufsaktionen, die ein bisschen Reload nach Hause holen – und vor allem zeigen, dass die Musikerfreunde das Festival nicht vergessen haben. Diese Treue der Fans, der Zuspruch, die vielen lieben Worte zwischendurch freut die Reloader und ließ deshalb erneut den Wunsch wachsen, etwas zurückgeben zu wollen.

Es funktioniert alles so gut, dass der Zeitplan eingehalten werden kann und die Crew Zeit für eine Pause hat.

Es sind sechs Stationen, die das 18-köpfige Team auf dem Zettel stehen hat. Sechs Mal auspacken, aufbauen, einpacken. „Eigentlich sieben Mal“, sagt Focke. Am Start in Twistringen wird am Vormittag das komplette Drumkit aufgebaut, um zu gucken, wie das am besten steht. Die pfiffigste Idee des Tages: Alles so einpacken, dass das, was zuerst gebraucht wird, auch zuerst rausgenommen werden kann. Mit dabei sind elf versierte Crew-Mitglieder, eines sogar aus Halle in Westfalen angereist, und Emil Richters als Tontechniker. Die fünf Bandmitglieder von „Red Light District“, mit Reload-Chef André Jürgens am Mikro, haben ihre Ausrüstung zum Glück komplett in Rollcontainern verstaut.

Der Zeitplan steht. Das war 2020 zwar auch der Fall, allein die Einhaltung gelang nicht. In diesem Jahr läuft alles nach Plan und so gut, dass mitunter sogar Zeit für ein Getränk und einen Plausch mit den Gastgebern bleibt.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Bei aller Liebe zur Musik und untereinander: Auf Einhaltung der geltenden Corona-Regeln wurde geachtet, heißt es seitens der Reloader.

Wo ging es hin? Von Twistringen zunächst nach Bremen. Chris und „Horse“ sind fast allen Festivalgängern bekannt, erklärt Focke. Deren markanter Wohnwagen ziere viele Bandmotive und stets sei man hier willkommen. Welcher Musikrichtung Chris und Horse frönen, wissen die Nachbarn eigentlich, bekamen nun aber einen Live-Auftritt ungefiltert mit, denn aufgrund von Platzmangel auf dem Grundstück wurde kurzerhand dank der freundlichen „Genehmigung“ jener Nachbarn eine Wohnstraße in Bremen-Habenhausen zur Bühne umfunktioniert.

30 Minuten Aufbau, 30 Minuten Konzert, 30 Minuten Abbau. Nächste Station: Syke-Barrien, das Gelände einer Zimmerei bot genügend Platz für den örtlichen Heavy-Metal-Freundeskreis und das Reload-Red-Light-District-Tour-Team.

Der Nightliner bietet Platz für alle Tourmitglieder.

Mittlerweile ist es Nachmittag und alle katholischen Gottesdienste in Dinklage beendet. Station drei führt zum Messdiener-Zeltlager, zu dem sich etwa 80 Teilnehmer versammelt haben. Und dieses Publikum im überwiegenden Alter zwischen zehn und zwölf Jahren ist hammerhart und will überzeugt werden. Aber: Mit viel Charme und Capri-Sonne schaffen es André Jürgens und seine Band, den Nachwuchs für Metalmusik zu begeistern.

Station vier führt in die Sulinger Schützenstraße. Gastgeber Uwe Henke ist seit vielen Jahren Helfer des Reload-Festivals und hat ein Händchen dafür, dass dem Festival nicht der „Saft“ ausgeht. Der Auftritt sei nicht nur bei Henke und seinen Gästen gut angekommen.

An der fünften Station in Melloh / Groß Lessen warten die Geburtstagskinder Andrea Johansen und Fred Arendt sowie das Silberhochzeitspaar Kerstin Melloh-Kordes und Frank Kordes samt Familien und Freunden. Und die Reload-Crew zeigt beim „Mitmachteil“, dem Lied „Let me In“ von den Beatsteaks, was sie unter Mitmachen versteht.

Die letzte Station ist in Twistringen eine private Feier im Vereinsheim des SC. Und Focke unkt: „Da sich die Bühne auf der Tartanbahn befand, können wir wohl zu Recht behaupten, dass es für alle Bandmitglieder und Helfer der erste Stadion-Gig ihrer Karriere war.“

Sechs Konzerte, sechs Orte, sechs Freundeskreise – so schön es war und so gut alles funktionierte: „Nein, wir hoffen inständig, dass wir uns alle vom 18. bis 20 August 2022 auf dem Battlefield in Sulingen wiedersehen.“

Von Sylvia Wendt

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