Lilly Andres bei Ranck

Tischfußball beim Männertag: Weltmeisterin fordert Kaufhaus-Kunden heraus

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Lilly Andres ist Weltmeisterin im Tisch-Fußball.

Lilly Andres ist Weltmeisterin im Tischfußball. Sie kämpft darum, ihren Sport bekannter zu machen – vielleicht auch olympisch. Aktuell bemühe man sich um die Anerkennung durch den DOSB.

Sulingen – „Viel Leidenschaft steckt drin“, verrät Lilly Andres. Erst im Juli dieses Jahres hatte sie bei den Weltmeisterschaften in Spanien einmal mehr ihre Klasse im Tischfußball unter Beweis gestellt: Gemeinsam mit der Hamburgerin My Linh Tran sicherte sich die 35-Jährige, die für die Bears Berlin startet, neben diversen Top-Platzierungen in unterschiedlichen Disziplinen den Weltmeister-Titel im Damen-Doppel. Samstag stellte sich Lilly Andres während des Männertages im Kaufhaus Ranck vor – und forderte die Besucher zum Wettbewerb.

Lilly Andres ist ausgebildete Maskenbildnerin, verschrieb sich erst im Alter von 19 Jahren dem Tischfußball. Seit 2009 ist sie Profi und Inhaberin der Tischfußball-Eventagentur „Kivent“, mit der sie Tischfußball als Sport bekannter machen will.

Die Abteilung Fashion Men des Kaufhauses Ranck mutierte während des Männertages zur Sportarena.

Zu den ersten Aktivitäten am Tisch „mussten mich die Kumpels schon überreden“, versichert die 35-Jährige. „Ich hatte mal als kleines Kind Tischfußball gespielt und mir gemerkt, dass ich das total doof fand.“ Seit 16 Jahren greift sie dann doch regelmäßig zu den Stangen.

Dass sie vom Kneipen-Sport in die Professionalität wechselte, sei dem Zufall geschuldet gewesen. Lilly Andres lernte „Leute“ kennen, die eine Liga gründen wollten. „Dann haben wir zunächst eine Kneipen-Liga gespielt.“ Was folgte, war die Gründung eines Landesverbandes, der einen regulären Spielbetrieb ins Leben rief.

Lilly Andres gehört zu den Gründungsmitgliedern von Bears Berlin, für die sie zunächst auch an nationalen Wettbewerben teilnahm, wo sie später für internationale Einsätze gesichtet wurde. Heute spielt sie für die Bears Berlin in der Tischfußball-Bundesliga.

Die 35-Jährige zum Aufwand, den sie für den Tischfußball treibt: „Das ist wie in jedem anderen Sport: Mann muss zunächst viel reinstecken, um was erreichen zu können.“ Andres spricht von „viel Übung, viel Zeit und auch viel Geld, um die Turnierreisen bezahlen zu können.“ Sie spielte Wettbewerbe bereits unter anderem in China und in den USA.

Kickern bei den Olympischen Spielen? „Mein Traum"

Das Ziel der Weltmeisterin sei, Tischfußball populärer zu machen. Sie spricht von einer „Mission“. „Wir arbeiten daran, dass Tischfußball als Sport vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannt wird.“ Aktuell versuche man, die Voraussetzungen für die Anerkennung zu erfüllen. „Wenn alles gut läuft, werden wir anerkannt. Und dann ist nicht ausgeschlossen, dass das Kickern irgendwann mal olympisch wird. Das ist mein großer Traum.“ 

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