Tierschutzverein zieht positive Bilanz

Weitere Paten für die Tiere im Tierheim Lindern gesucht

Ein Tierpfleger krault einen Hund am Rücken.
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„Tante Elli“ lässt sich nach wie vor nur von ganz wenigen Menschen kraulen, wie hier auf dem Hof des Tierheims von Tierpfleger Jascha Piephans.

Lindern – Dass lebende Tiere nichts als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum zu suchen haben, ist eine Haltung, die viele Tierschutzvereine seit langem vertreten. Für Menschen, die zum Fest dennoch Tieren etwas Gutes tun möchten, kennt der Tierschutzverein Sulingen und Umgebung eine Alternative: eine Patenschaft für einen der tierischen Bewohner des Tierheims Lindern.

Bereits mehrere Paten kümmern sich um das Wohlergehen von „Tante Elli“, einem früheren „Sorgenkind“ der Einrichtung (wir berichteten). Aus augenscheinlich sehr schlechten Verhältnissen kam die Hündin im Frühjahr als Fundtier nach Lindern. „Sie hat sich sehr gut herausgemacht und ist eine ganz Liebe“, freut sich Marita Görges, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Obwohl sie sich bereits sehr gut eingelebt habe, sei sie aber noch sehr schüchtern und lasse sich immer noch nur von ganz wenigen Menschen anfassen oder gar kraulen.

An eine Vermittlung an eine Familie sei bei „Tante Elli“ jedoch nicht zu denken, und auch bei anderen Bewohnern bestehe wenig Aussicht auf einen erfolgreichen Auszug. Ein Beispiel dafür sei Rüde „Sasha“, der als mittelgroßer Abgabehund inzwischen im zweiten Jahr im Tierheim untergebracht sei. Fremden gegenüber sei er sehr misstrauisch – „er möchte gar nicht vermittelt werden“, lacht Marita Görges. Außerdem habe er inzwischen seine Aufgabe gefunden, indem er eine Gruppe von vier Hündinnen anführe: „Er ist der Chef auf der Wiese.“

Paten können Beträge frei wählen

Ebenfalls kaum für eine Vermittlung infrage kommt Hündin „Linda“. Sie sei die Seniorin des Heims und die heimliche Chefin, berichtet Sonja Piephans, ehrenamtliche Helferin im Tierheim. Am liebsten sei sie draußen, allerdings habe sie kleine Tiere „zum Fressen“ gern. Zusammen mit „Tante Elli“ sorge sie dafür, dass niemand Fremdes dem Tierheim zu nahe komme.

Bei der Patenschaft gehe es darum, einen Beitrag zu Pflege, Unterhalt und medizinischer Versorgung des Tieres zu leisten. „Die Höhe ist völlig frei“, sagt Marita Görges: „Manche geben zehn Euro im Monat, und manche überweisen jeden Monat 150 Euro.“

Katzen und Hunde freuen sich über Spielzeug zu Weihnachten

Sehr willkommen seien auch Sachspenden, denn „wir haben viele kleine Katzen, die sich über Spielzeug und Kratzbretter freuen, und unsere Hunde finden Stricke, Bälle und Schweineohren ganz toll.“ Immer benötigt würden zudem alte Bettwäsche und Handtücher als Unterlagen für die Tiere.

Wer kein Geld spenden möchte, könne auch Zeit spenden, ergänzt Sonja Piep-hans, beispielsweise als Helfer bei Reparaturen, beim Streichen oder beim Säubern von Zwingern. „Das muss auch nicht jede Woche sein, aber es hilft und unterstützt uns.“ Gerne gesehen seien auch Menschen, die Zeit hätten, um unter der Woche, am frühen Nachmittag, mit den Hunden spazieren zu gehen. „Und für nächstes Jahr suchen wir auch wieder neue Auszubildende in der Tierpflege“, fügt Marita Görges hinzu.

„Tolle Unterstützung“ das ganze Jahr über

Ein großer Dank gelte der Sulinger Geschäftswelt für die „tolle Unterstützung das ganze Jahr über“, betont die Vorsitzende. Eine „ganz große Hilfe“ seien die verschiedenen Aktionen des Sulinger E-Centers für den Tierschutzverein, und von Leymann Baustoffe habe das Heim in diesem Jahr zwei Container gespendet bekommen, von denen einer als Katzhaus hergerichtet worden sei und der andere als Lager diene. Hilfreich seien zudem die zahlreichen Spenden von Bürgern. Eine tolle Zusammenarbeit gebe es auch mit der Praxis Tierarztpartner Sulinger Land, „auch wenn wir mal wieder überraschend mit einem Auto voller Tiere vor der Tür stehen.“ In den Dank schließt sie auch die Kommunen des Sulinger Landes und die Polizei mit ein, denn die Zusammenarbeit funktioniere. Es habe zwar einige Fälle gegeben, die „allen an die Nieren“ gegangen seien, aber „wir können auf ein positives Jahr zurückblicken und sind mehr als zufrieden.“

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