Weitere Entwicklung im Visier 

Taff: Bethel im Norden will einen Dolmetscher-Pool installieren

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„Wir sind breit aufgestellt“, erklären Claus Freye (Bereichsleitung Eingliederungshilfe von Bethel im Norden) und Marlies Beich, Leiterin der Ambulanten Dienste.

Sulingen - Das Sozialpsychiatrische Tageszentrum (Taff) an der Nienburger Straße ist Anlaufstelle für Menschen, denen aufgrund ihrer Erkrankung Perspektiven in den Bereichen Arbeit, Beschäftigung und Alltagsbewältigung fehlen.

Es gilt als gute Adresse für alle, die Antworten suchen, aber auch für diejenigen, die einfach Lust auf Gesellschaft haben. „Wir sind breit aufgestellt“, erklären Claus Freye (Bereichsleitung Eingliederungshilfe von Bethel im Norden) und Marlies Beich, Leiterin der Ambulanten Dienste. Ihre Vision ist die konsequente Weiterentwicklung des Taff zum inklusiven Begegnungs- und Kulturzentrum.

Neben individueller und unterstützender Begleitung von Menschen mit Hilfebedarf durch Beschäftigung, Förder- und Freizeitangebote haben sich hier bereits das Sprach-Café oder das Repair-Café etabliert.

Finanzierung aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds

Angesiedelt ist im TAFF die Flüchtlingssozialarbeit mit Integrations- und Ehrenamtsberatung. „Diesen Bereich wollen wir in Kürze weiterentwickeln“, kündigt Claus Freye an: Als Projektpartner des Caritasverbands für die Diözese Osnabrück soll „Bethel im Norden“ einen Dolmetscher-Pool in Sulingen aufbauen. Claus Freye rechnet damit, dass die Mittel noch in diesem Jahr freigegeben werden.

Das Projekt, das eine Vollzeitstelle schafft, wird zu 90 Prozent aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds des Landes Niedersachsen finanziert, grünes Licht gibt es bereits vom Landkreis für die Übernahme des verbleibenden Eigenanteils in Höhe von 10. 000 Euro. „Das wäre eine Bereicherung – nicht nur für die Flüchtlingsarbeit im Sozialraum Sulingen“, unterstreicht Marlies Beich.

Vier Millionen Euro für neues Projekt

Eine neue Dimension der sozialräumlichen Aufstellung ergibt sich für Bethel im Norden durch den Bau eines inklusiven und barrierefreien Wohnhauses in der Südstraße. Das Grundstück ist gekauft, der Bauantrag ist gestellt. 28 Wohneinheiten mit bis zu jeweils 45 Quadratmeter Größe werden hier entstehen, unter anderem für Menschen mit chronischen Abhängigkeitserkrankungen aus dem Haus Neuwerk in Freistatt. Bethel im Norden investiert für dieses Projekt vier Millionen Euro. Claus Freye: „Wir gehen davon aus, dass das Gebäude im Jahr 2019 bezogen werden kann.“

In puncto Teilhabe am Arbeitsleben greife das Prinzip, je nach vorhandenen Fähigkeiten oder Einschränkungen passgenaue Hilfen zu entwickeln. Einige der Bewohner arbeiteten schon jetzt in der Betriebsstätte „proWerk A & I“, einige werden Tagesstruktur und Beschäftigung im Taff finden.

Firmen mit sozialer Ader

Der eine oder andere könne möglicherweise auf den Ersten Arbeitsmarkt wechseln, sagt Freye: „Wir suchen Firmen mit ‚sozialer Ader‘. Zum Glück sind wir in Sulingen gut vernetzt.“

„Sorgenkind“ ist zur Zeit das soziale Möbelkaufhaus „Hin und Weg“. Obwohl das Projekt in jeder Beziehung Erfolge verbucht, sei sein Weiterbestand gefährdet. Marlies Beich: „Der Landkreis hat aus rechtlichen Gründen die bisherigen Leistungsvereinbarungen aufgekündigt. Wenn es keine Alternativen gibt, können wir das Angebot ab Frühjahr 2018 nicht mehr aufrechterhalten.“ Im Gespräch mit dem Landkreis werde man versuchen, eine Lösung zu finden.

mks

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