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Weiter warten auf Glasfaseranschluss in Sulingen

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Von: Harald Bartels

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Glasfaserkabel im Erdboden.
Die Glasfaserkabel liegen vielerorts bereits in der Erde, aber der Anschluss verzögert sich noch. © Bartels

Die Übergabe des Breitbandnetzes in den weißen Flecken verzögert sich. Der Baubeginn in den schwarzen Flecken ist für Mai geplant.

Sulingen – Seit 2020 wird der Breitbandausbau auch im Sulinger Stadtgebiet betrieben. Mitte März hätte – laut der Übersicht der geplanten Netzübernahmetermine auf der Internetseite des Landkreises Diepholz – die Übergabe des Netzes an den Betreiber, die GVG Glasfaser GmbH, bereits für Teile von Sulingen erfolgen sollen, doch der Termin ist verstrichen.

Wie Sven Mörker aus dem Fachdienst Wirtschaftsförderung des Landkreises auf Anfrage der Redaktion mitteilt, sei es in den vergangenen Wochen bei den Baumaßnahmen zu Verzögerungen in den Baulosen 17 Varrel/ Wehrbleck und 19 Schwaförden / Scholen gekommen. Die Gründe dafür würden derzeit mit den beteiligten Bauunternehmen ausgewertet.

Übergabe soll Mitte des Jahres erfolgen

Im Baulos 17, zu dem auch die Ortschaften Groß Lessen und Klein Lessen, die Kolonie Rathlosen sowie weite Teile des Stadtgebits gehören, hätte im März das Netz betriebsbereit sein sollen. Für Mitte April war die Übergabe im Baulos 19 geplant, das auch die Ortschaft Rathlosen umfasst. Die Fertigstellung solle, wie Mörker erklärt, möglichst zeitnah, wohl bis Mitte des Jahres, erfolgen. Die übrigen Bereiche Sulingens sind Teil des Bauloses 20 Mellinghausen, hier ist Übergabe laut Zeitplan für Ende Juli vorgesehen.

Der Kreis baue eine Glasfaserinfrastruktur im sogenannten Betreibermodel aus: „Das heißt, der Landkreis baut ein Netz, das langfristig an die GVG mit der Regionalmarke ,nordischnet‘ verpachtet wurde“, erinnert Mörker. Es handele sich um eines der größten zusammenhängenden Breitbandprojekte in der Bundesrepublik: Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 186 Millionen Euro würden mehr als 15 000 private und 400 gewerbliche Adressen sowie mehr als 70 Schulstandorte versorgt, wofür Tiefbauarbeiten auf einer Länge von etwa 1 900 Kilometern Länge erfolgen. Der Ausbau des Hauptnetzes solle noch im vierten Quartal 2022 abgeschlossen sein. „Der Landkreis arbeitet mit Hochdruck an der Fertigstellung des Glasfasernetzes“, betont Mörker. Derzeit würden mit allen beteiligten Bauunternehmen Gespräche geführt, um nicht nur im Sulinger Raum schnellstmöglich das Glasfasernetz an „nordischnet“ übergeben zu können.

Ausbau in den schwarzen Flecken soll im Mai beginnen

Dieser Zeitplan gilt jedoch nur für die sogenannten weißen Flecken – also die Regionen, in denen die verfügbare Bandbreite momentan unter 30 Megabit pro Sekunde liegt. In allen übrigen, schwarze Flecken genannten Bereichen nimmt die GVG den Ausbau selbst vor. Auf Anfrage teilt dazu GVG-Pressesprecher Johannes Pöhle mit, dass in Sulingen der Baubeginn für Mai geplant sei, östlich des Stadtkerns, im Gebiet zwischen der Nienburger Straße und der Edenstraße. „Wir rechnen in Sulingen mit einer Gesamtbauzeit von etwa zweieinhalb Jahren, spätestens aber mit einer Fertigstellung des Netzes bis Ende 2024.“ Das bedeute jedoch nicht, dass alle Kunden innerhalb der schwarzen Flecken bis zum vollständigen Abschluss der Arbeiten auf ihre Freischaltung warten müssen, versichert Pöhle. „Erste Kunden können bereits deutlich früher – sukzessive, je nach Baufortschritt – an das Netz angeschlossen werden.“ GVG gehe davon aus, dass die ersten Anschaltungen bereits ab Ende des ersten Halbjahres 2023 möglich sind.

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