Weihnachtsbeleuchtung „auf der Kippe“

Initiative Sulingen sucht nach Alternativen für die Finanzierung

Autos fahren durch die weihnachtlich beleuchtete Lange Straße in Sulingen.
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Ein beliebter Hingucker ist alljährlich die Weihnachtsbeleuchtung in der Sulinger Innenstadt.

Sulingen – Die Sulinger Weihnachtsbeleuchtung hat eine lange Tradition – und fast ebenso lange wird auch darüber diskutiert, wie sie finanziert wird. In diesem Jahr wählt die Initiative Sulingen einen Sonderweg und trägt die Kosten aus dem Vereinsvermögen.

Für 2020 werde den Anliegern wegen der Corona-Krise der Beitrag erlassen, erläutert der stellvertretende Vorsitzende Marc Steen. Ansonsten werde auf freiwilliger Basis von den Anliegern, die auch von der Beleuchtung vor ihrem Betrieb profitieren, ein Beitrag erhoben.

Weil es ein freiwilliger Beitrag ist, werde das Defizit für die Initiative jedes Jahr größer, denn die Bereitschaft zu Beteiligung sinke, ergänzt der Vorsitzende Philipp Leymann – und das, obwohl mehrere Mitgliedsbetriebe der Initiative großzügig für die Beleuchtung spendeten, auch wenn sie gar nicht an der Langen Straße ansässig sind.

Die Kosten für das Aufstellen und Abbauen sowie für die Wartung lägen bei 13 000 Euro. Vor einigen Jahren habe man das echte Tannengrün durch künstliches Grün ersetzt und spare so etwa 3 000 Euro pro Jahr. Die Lampen seien vor Jahren auf LED-Technik umgestellt worden, und das honoriere die Stadt Sulingen, die die Stromkosten der Beleuchtung trage, durch einen jährlichen Zuschuss von 2 000 Euro. Dennoch summiere sich das Defizit auf mittlerweile 3 000 Euro, und durch den Verzicht auf die Beiträge trage die Initiative in diesem Jahr 11 000 Euro der Kosten. Eine Anfrage zur Beteiligung daran sei von der Mehrzahl der Ratsfraktionen abgelehnt worden – „da ist schon ein Stück weit Enttäuschung, dass es von anderer Seite gar kein Entgegenkommen gibt“, so Marc Steen.

Daher nutzt die Initiative nun die Gelegenheit, die Weihnachtsbeleuchtung insgesamt auf den Prüfstand zu stellen. „Der Vorstand ist sich einig, dass sie zu Sulingen gehört“, betont Leymann. Diese „Saison“ werde aber genau ausgewertet, um anschließend mit der Stadt über das weitere Vorgehen zu sprechen, und auch das Votum der Mitglieder solle eingeholt werden, um mit einer Stimme sprechen zu können. Eine mögliche Option wäre, die Weihnachtsbeleuchtung komplett der Stadt zu schenken, eine weitere könnte ein anderes Abrechnungsmodell sein. „Wir wollen die Diskussion anregen und suchen wirklich das Gespräch“, betont Leymann, „wir sehen uns nicht als Gegenpart von Politik und Verwaltung.“

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