Verwaltungsausschuss stellt Mittel bereit

Der Weg ist frei für den Umbau des Feuerwehrhauses in Groß Lessen

Das Feuerwehrhaus in Groß Lessen von der Straßenseite gesehen.
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Die Finanzierung des notwendigen Umbaus ist nach dem Beschluss des Sulinger Verwaltungsausschusses nun gesichert.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Groß Lessen können aufatmen: Mit einem einstimmigen Umlaufbeschluss gab der Verwaltungsausschuss Sulingen nun den Weg frei für den notwendigen Umbau des Feuerwehrhauses.

Sulingen – Empörung in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr löste im Dezember der Beschluss des Verwaltungsausschusses der Stadt Sulingen aus, die Entscheidung über die Freigabe zusätzlich benötigter Mittel für die Sanierung des Feuerwehrhauses in Groß Lessen zu vertagen. Wie Bürgermeister Dirk Rauschkolb am Donnerstag mitteilte, beschlossen die Ausschussmitglieder jetzt im Umlaufverfahren einstimmig, zusätzlich maximal 130 000 Euro für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus im Haushaltsplan 2021 bereitzustellen sowie die umgehende Ausschreibung für das Gewerk Stahlbau. Die Einsparung von 20 000 Euro im Vergleich zum ursprünglich angemeldeten Finanzbedarf komme zustande, weil die Leitungen am Feuerwehrhaus doch keine neue Trasse bekommen, sondern überbaut werden sollen, außerdem gebe es eventuell Einsparungen bei der Asbestsanierung des Daches. Rauschkolb: „Mit dem Ergebnis können aber alle – Feuerwehr, Politik und Verwaltung – zufrieden sein, weil es keine Abstriche beim Bauvolumen gibt.“ Der Beschluss werde nun schnellstmöglich umgesetzt, sodass es nur zu marginalen Verzögerungen komme.

Zur ursprünglichen Meldung vom 19. Dezember:

Sulingen – Hatten die Mitglieder des Sulinger Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen am Montag noch das Signal für den Start der geplanten Erweiterung des Feuerwehrhauses Groß Lessen gegeben, hieß es am Donnerstag „Kommando zurück“ aus dem Verwaltungsausschuss.

Konkret geht es um 150 000 Euro: Diese Summe wird zusätzlich zu den bereits 2017 für den Bau im Haushalt eingeplanten 200 000 Euro benötigt. Wie Nicole Kossinna, Leiterin des Teams Ordnungswesen im Fachbereich III – Bauen, Planung und Ordnung – im Fachausschuss ausführte, rechnen die Architekten vom Büro Landwehr und Partner aktuell mit rund 392 500 Euro, wovon Eigenleistungen der Feuerwehr im Wert von gut 81 000 Euro abzuziehen sind (wir berichteten). Die erhöhten Kosten, verursacht unter anderem durch Preissteigerungen im Bauhandwerk, zusätzlich erforderlich gewordene Sanierungsmaßnahmen im Feuerwehrhaus und das Verlegen von Leitungen, sollten über zusätzlich im Haushalt eingeplante 150 000 Euro ausgeglichen werden.

Nach der Fachausschusssitzung habe es jedoch Fraktionssitzungen gegeben, berichtet Bürgermeister Dirk Rauschkolb, bei denen noch Fragen aufgekommen seien. Als Ergebnis daraus habe der Verwaltungsausschuss einstimmig beschlossen, die Entscheidung über diese Summe solange zu vertagen, bis überprüft worden ist, ob durch alternative Planungen die ursprünglich veranschlagten Kosten von 200 000 Euro eingehalten werden könnten; Vorschläge solle die Feuerwehr einreichen. „Alle Fraktionen stehen zu der Baumaßnahme, und allen ist klar, dass die Vertagung für die Feuerwehr nicht erfreulich ist“, betont Rauschkolb, aber Politik müsse auch zugestanden werden, dass sie bei der engen Haushaltslage Kosten einsparen wolle.

Eigenleistung ist nicht Aufgabe der Feuerwehr

Die Reaktion von Stadtbrandmeister Jens Warner fällt auf Nachfrage entsprechend deutlich aus: „Ich bin sehr angesäuert; die Stimmung ist sehr schlecht, auch bei der Ortsfeuerwehr.“ Besonders unverständlich sei für ihn, dass sich der Bürgermeister am Montag noch für das Vorhaben ausgesprochen hat und nun dagegen stimmt. Der Verwaltungsausschuss setze sich über den Fachausschuss hinweg, aber er wisse nicht, ob den Beigeordneten alle notwendigen und richtigen Informationen, wie sie für die Fachausschusssitzung vorbereitet gewesen seien, vorgelegen haben.

Nun gehe es darum, die Politiker über den Stand der Dinge aufzuklären und ihnen die Augen zu öffnen: „Die Feuerwehr gibt der Stadt mit den Eigenleistungen eine ,Muskel-Hypothek‘, aber das ist nicht unsere Aufgabe – wir könnten auch einfach fordern, dass die Kommune uns ein Feuerwehrhaus hinstellt, das den Ansprüchen der Feuerwehrunfallkasse genügt.“ Zudem sei von der Feuerwehr schon einiges an Zeit in die Vorplanung investiert worden, was bei der Summe der Eigenleistung gar nicht berücksichtigt werde.

Verzögerungen sollen verhindert werden

„Wir müssen jetzt in Gespräche mit der Feuerwehr und den Architekten eintreten“, sagt Dirk Rauschkolb. Allerdings solle es keine zeitliche Verzögerung des Umbaus geben, daher würden hausintern Mittel bereitgehalten für den Fall, dass die Kostenüberprüfung nicht abgeschlossen werden kann, bevor der Haushalt verabschiedet wird.

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