Wechsel auf die linke Spur

Grundschulneubau: Stadt und „casa“ unterzeichnen Vertrag

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Vertragsunterzeichnung im Sulinger Rathaus: Fachbereichsleiterin Birgit Dullin, Bürgermeister Dirk Rauschkolb sowie die „casa“-Geschäftsführer Andreas Körner und John-Henrik Landwehr (von links).

Sulingen - Laut Mitteilung von John-Henrik Landwehr und Andreas Körner sollen bereits Mitte Januar die Abrissbagger am ehemaligen Realschulgebäude an der Straße Am Deepenpool anrollen. Nachdem der Rat der Stadt Sulingen am Donnerstagabend die Vergabe des Auftrags für den Neubau der Grundschule Sulingen an die „casa“-Baubetreuungsgesellschaft beschlossen hatte, unterschrieben jetzt die „casa“-Geschäftsführer Landwehr und Körner sowie Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb die Vertragsunterlagen. Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereiches Bürgerservice und Soziales der Stadtverwaltung, begleitete die Vertragsunterzeichnung.

Laut Vertragswerk soll die Baumaßnahme zum 1. Oktober 2019 abgeschlossen sein. Landwehr und Körner sagten während des Termins am Freitagmittag im Sulinger Rathaus zu, die Arbeiten bereits Mitte August 2019 und damit zu Beginn des Schuljahres 2019 / 2020 abgeschlossen zu haben. „Ein ehrgeiziges Vorhaben“, räumte John-Henrik Landwehr während der Vertragsunterzeichnung im Sulinger Rathaus ein.

Grundlage des Vertragswerkes ist eine 145-seitige Leistungsbeschreibung. Die „casa“ übernimmt die Funktion des Generalunternehmers und stellt der Stadt Sulingen den Neubau zum Preis von 9,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb

Erst im Februar dieses Jahres hatte sich der Rat der Stadt mehrheitlich entschieden, aus dem damaligen Verfahren für den Umbau und der Ergänzung der ehemaligen Realschule auszusteigen und die Baumaßnahme durch die Beauftragung eines Generalunternehmers zu realisieren. Entschieden hatte sich der Rat in der Auftragsvergabe für ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb.

Die für das europaweite Ausschreibungsverfahren erforderlichen Unterlagen hatte die iwb Ingenieurgesellschaft mit Sitz in Hamburg erstellt.

Letzte Detailgespräche

Laut Mitteilung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung war die „casa“-Baubetreuungsgesellschaft eine von vier Bewerbern. Elf Interessenten hätten die Ausschreibungen angefordert. „Anfang Dezember hatten wir die letzten Detailgespräche geführt“, erinnerte Bürgermeister Rauschkolb während der Vertragsunterzeichnung.

Laut Andreas Körner werde die „casa“ in der zweiten Januarwoche den Bauantrag beim Landkreis Diepholz einreichen. „Vorgespräche sind bereits geführt.“ Das sei bei Projekten dieser Größenordnung gang und gäbe.

Keine Zeit für Missverständnisse

„Mit Ziel Fertigstellung im Sommer 2019 heißt es jetzt für uns, die linke Spur zu nehmen“, unterstreicht John-Henrik Landwehr. „So ein Vorhaben in nur anderthalb Jahren umzusetzen, ist schon recht sportlich. In Spitzenzeiten werden bis zu 100 Handwerker zugleich auf der Baustelle unterwegs sein.“

Laut Bürgermeister Rauschkolb sei die Auftragsvergabe im Rat sowie in den vorbereitenden Gremien weitgehend ohne Diskussionen erfolgt. Ursprünglich hätte die Verwaltung den Beschluss der Auftragsvergabe für Februar geplant. Rat und Verwaltung zögen an einem Strang. „Uns allen ist wichtig, dass wir das Projekt schnellstmöglich auf die Reihe und umgesetzt bekommen.“ Eine Einigkeit, die aus Sicht von Andreas Körner auch zwingend erforderlich sei: „Bei dem engen Zeitplan“, sagt der Geschäftsführer, „bleibt keine Zeit für Missverständnisse.“

oti

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